Die Nutzer von städtischen Gebäuden darunter dem Probelokal sowie Sport- und Turnhallen, müssen für die Nutzungsgebühren ab dem kommenden Jahr erheblich tiefer in die Vereinskasse greifen. Schon vor über einem Jahr wurde der Beschluss gefasst, die Gebühren, die letztmals vor zehn Jahren erhöht wurden, anzupassen.

„Die Kosten für die Gebäude und Hallen sind deutlich gestiegen, zuletzt insbesondere durch die Energiekosten. Gleichzeitig wurden auch noch größere Summen in die Gebäude, darunter auch in die Sporthalle investiert“ erläuterte Bürgermeister Micha Bächle. Deshalb halte er auch aufgrund der Entwicklung des Verbraucherindex eine Erhöhung der Gebühren um 30 Prozent auch für die Vereine und andere Nutzer für angemessen.

So steigen die Kosten

Als Kostenbeispiel nannte Bächle das Vereinshaus, das alleine mit Stromkosten im Jahr von 30.000 Euro zu Buche schlage. Die Erhöhung der Kosten betrifft nur die regelmäßige Vereinsnutzung, sowie die Sporthallen zum Beispiel für die Nutzung für Wettkämpfe und Rundenspiele.

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Die Höhe der Miete für Veranstaltungen in der Brändbachhalle, Gauachhalle und dem Gemeindehaus Waldhausen, für unter anderem Vereinsfeiern und privaten Festen ist separat festgelegt.

Eine Herausforderung

Sportrespizient Siegbert Wernet wies darauf hin, dass schon länger bekannt sei, dass die Gebühren erhöht werden müssen. Er schlug vor, die Gebühr für die Sporthallen erst ab 1. April 2023 anzupassen. Die anderen Gebühren ab 1. Januar 2023. Diesem Vorschlag folgten die Bürgervertreter nach weiteren Wortmeldungen einstimmig. „Die Erhöhungen bedeuten für die Vereine eine Herausforderung, was bei einigen eine Beitragserhöhung nach sich ziehen könnte“ meinte Maren Ott vom Tourismusamt.

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So wird etwa für eine Stunde Sporthalle nach 20 Uhr in Zukunft 14.30 Euro statt wie bisher elf Euro abgerechnet. Für die Dögginger Halle 10,27 Euro, statt wie bisher 7,90 Euro. Die Wassergebühren steigen ab 1. Januar nach neuer Kalkulation von 2,92 Euro auf 3,37 Euro je Kubikmeter. Dagegen werden die Abwassergebühren, aufgrund einer Kostenüberdeckung in 2023 etwas billiger. Der Kubikmeterpreis fällt von 3,35 auf 2,52 Euro.

Einige Stadträte sahen darin einen internen Ausgleich für die Nutzer. Die Entschädigungen für ehrenamtlich tätige Feuerwehrleute der Gemeindefeuerwehr wird von 16 auf 17 Euro für die Zeit von acht bis 20 Uhr erhöht.