Familien und sonstige Bauwillige in Blumberg müssen sich auf höhere Bauplatzpreise einstellen, in der Kernstadt wird sich der Quadratmeterpreis in Richtung 200 Euro bewegen. Das wurde im Gemeinderat deutlich, als es darum ging, welches Baugebiet die Stadt als nächstes entwickeln soll. Die Verwaltung schlug vor, eine Fläche unterhalb des Panoramabads als Baugebiet „Panoramablick“ mit einem privaten Bauträger zu verfolgen, und das Baugebiet „Scheibenrain“ im Westen, für das bereits ein Bebauungsplan aus dem Jahr 2006 besteht, vorerst nicht weiter zu verfolgen. Der Gemeinderat entschied sich einstimmig für die Option „Panoramablick“. Die Verwaltung soll dazu einen städtebaulichen Vertragsentwurf vorbereiten.

Erschließung

  • Die Erschließung soll über einen privaten Investor erfolgen. Dabei handle es sich um die die DZ Immobilien + Treuhand GmbH, die Muttergesellschaft der Volksbanken.

Zahl und Art der Bauplätze

  • Möglich wären in einem Baugebiet „Panoramablick“ 90 Bauplätze, der Bebauungsplan „Scheibenrain“ beinhaltet 72 Plätze. Der Investor könne sich dort vieles vorstellen, vom Einfamilienhaus bis hin zum sozialen Wohnungsbau, sagte der Bürgermeister.
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  • Vorteile: Die Stadt trägt kein finanzielles Risiko. Die DZ als Investor würde das Gelände auch erschließen und die Bauplätze verkaufen, die Stadt sei dann anschließend für den Unterhalt der Kanäle und Leitungen zuständig. Noch wichtiger: „Wir müssten keine zwei Millionen Euro für Grunderwerb bezahlen und keine sieben, acht oder neun Millionen Euro für die Erschließung,“ erklärte Bürgermeister Markus Keller im Gemeinderat. Und den Bebauungsplan „Scheibenrain“ müssten sie aktualisieren, was ebenfalls Kosten in Millionenhöhe bedeuten würde.
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  • Warum nicht auch in Hondingen? Natürlich sei auch gefragt worden, ob der private Bauträger auch das geplante Neubaugebiet in Hondingen erschließen könne, sagte der Bürgermeister. Doch der Investor habe nur an dem Gebiet unterhalb des Panoramabads Interesse, weil er dies attraktiv finde.
  • Diskussion: Stadtrat Hannes Jettkandt (Frei Liste) betonte die attraktive Südhanglage, eventuell gebe es Verkehrsgeräusche von der B 27. Die Stadt habe bis 2024 eine Kreditaufnahme von 17 Millionen Euro vorgesehen, weitere zehn Millionen Kredit könne sie sich nicht leisten. Werner Waimer (FDP) erklärte, dieses Vorhaben „befreit uns nicht von der Pflicht, auch in den Teilorten neue Bauplätze vorzuhalten.“ Dieter Selig (CDU) betonte: „Wir stehen ganz am Anfang.“ Rainer Gradinger (Freie Liste) wies darauf hin, dass der Zufahrtsverkehr durch die am dichtesten besiedelte Weiherdammstraße fließe. Die SPD sei für das Gebiet Panoramablick, sagte Ursula Pfeiffer. Das Modell mit dem privaten Investor sei vielleicht zukunftsweisen, meinte Horst Fürderer (CDU).