Leonie Kuntz (14) aus Blumberg ist auf dem Sprung in die Handball-Jugendnationalmannschaft. Bei einem Sichtungslehrgang des Deutschen Handballbunds in Heidelberg kam sie von 120 Mädchen in das All-Star-Team und ist damit Ende März zu einem Lehrgang nach Warendorf bei Münster eingeladen, wo unter den 36 besten Mädchen die Handball-Jugendnationalmannschaft gebildet wird.

Die Blumbergerin Leonie Kuntz will in die weibliche Handball-Nationalmannschaft des Jahrgangs 2003. Und die 14-jährige, die beim SV Allensbach das Tor hütet, hat gute Chancen. Auf einem Sichtungslehrgang in Heidelberg für die weibliche Jugend-Nationalmannschaft "hat Leonie den Sprung ins All Star Team geschafft", berichtet Mutter Miriam Kuntz stolz. Von 120 Mädchen aus zehn Landesverbänden im Süden zählte Leonie zu den Besten.

  • Auf DHB-Lehrgang: Leonie wird nun zu einem Lehrgang des Deutschen Handballbunds (DHB) vom 25. bis 31. März in Warendorf eingeladen. Dorthin kommen auch die Besten der ersten Sichtung in Kienbaum der Landesverbände im Norden. Was das bedeutet, steht auf der Homepage des DHB: „In Warendorf werden wir die besten 36 Spielerinnen beider Veranstaltungen wiedersehen und erneut sichten, um im Anschluss dann die Nationalmannschaft der Jahrgänge 2002/2003 zu bilden“, kündigt Bundestrainer Frank Hamann an. Dieses Team fährt dann nächstes Jahr zur EM. Leonie hat ein gutes Gefühl. "Dass ich zum Lehrgang eingeladen werde, zeigt mir, dass ich auch Chancen habe."
  • Trainer stolz: Stefan Weiss, der Leonie in der C-Jugend und in der Bezirksauswahl trainiert, freut sich: "Wir sind alle stolz in Allensbach!" Als Leonies Stärke nennt er ihre Größe und Statur, und ihre unbenommene Einstellung, wie er es ausdrückt: Sie sei ehrgeizig, dies führe aber nicht dazu, dass sie sich groß Gedanken mache. Sie ist sportlich und koordinativ ein Talent", erklärt Weiss. Und sie ist Spielführerin, zusammen mit ihrer Freundin Kimberly Gisa.
  • Sportliche Familie: Leonie Kuntz kommt aus einer sportlichen Familie. Mutter Miriam Kuntz hat früher selbst jahrelang aktiv Handball gespielt, und engagierte sich 20 Jahre lang als Handballtrainerin des TSC Blumberg. Auch ihr Vater Volker Kuntz war ein guter Ballsportler. In Blumberg besucht Leonie die Realschule, ihre Lieblingsfächer sind Englisch und Sport. Später möchte sie das Abitur machen und danach für das Lehramt studieren.
  • TSC Blumberg Heimatverein: Handball reizte auch Tochter Leonie, die bereits bei den Benjaminen des TSC Blumberg begann. Voriges Jahr hatte sie ein Gastspielrecht beim höherklassig spielenden SV Allensbach, diese Saison spielt sie ganz beim SV Allensbach in der C- und in der B-Jugend. Die C-Jugend spielt in der Südbadenliga, der höchsten Jugendliga dieser Altersklasse, die B-Jugend spielt in der Oberliga. In Allensbach spielte schon ihre zwei Jahre ältere Schwester Chiara Kuntz, die ebenfalls schon den Sprung in die südbadische Auswahlmannschaft geschafft hat. Der SV Allensbach ist im Handball ein Markenname, bei dem Sichtungslehrgang in Heidelberg waren mit Marit Walz, Annika Irmscher, Leonie Kuntz und Kimberly Gisa gleich vier Jugendspielerinnen des Vereins.
  • Der Aufwand ist groß: Dreimal in der Woche ist Vereinstraining in Allensbach, dazu kommt ein weiteres Training im Team der südbadischen Auswahl. Um 16 Uhr besteigt Leonie den Zug in Leipferdingen, um 21 Uhr ist sie wieder in Blumberg. Und oft übernimmt die Mutter Miriam Taxidienst. Miriam packt das Pensum gut: "Mir macht es immer viel Spaß, mit meinen Freundinnen in Allensbach zusammen zu sein", sagt sie.
  • Bundestrainer Frank Hamann und sein Team wollen den Nachwuchs optimal fördern. Nach seinen Aussagen bleiben vor allem die Basics in der individuellen technisch-taktischen Ausbildung Schwerpunkt in der täglichen Trainingsarbeit. „Die Inhalte der DHB-Leistungssportsichtung haben sich in den letzten Jahren bewährt und bilden den aktuellen Leistungsstand im weiblichen Nachwuchs sehr gut ab", werden die beiden DHB-Trainer Frank Hamann und Maik Nowak auf der Homepage des Deutschen Handballbunds zitiert. Gemeinsam mit Barbara Hetmanek, Marielle Bohm und Jens Pfänder überprüften Hamann und Nowak die jungen Handballerinnen wie schon in Kienbaum in verschiedenen Grundübungen und Grundspielen.
  • Neben Chef Bundestrainer Nachwuchs Jochen Beppler, der sich aus beiden Sichtungsveranstaltungen ein komplettes Bild des Jahrgangs 2003 verschaffen konnte, unterstützen auch Carsten Klavehn (DHB-Trainer männlich) und Karl-Friedrich Klein (Torwart-Sichter) das Sichter-Team, heißt es auf der Homepage.