Blumberg – In dem jahrlangen Streit um das generelle Winterfahrvebot der Blumberger Sauschwänzlebahn und Touristenattraktion wegen geschützter Fledermäuse in einigen Tunneln gibt es einen Lichtblick: Das Regierungspräsidium Freiburg habe mit den Bahnbetrieben Blumberg einen öffentlich-rechtlichen Vertrag über einen eingeschränkten Winterfahrbetrieb abgeschlossen, teilt die Behörde am Freitag mit.

Das könnte Sie auch interessieren

Schiene frei zwischen Blumberg und Fützen

Danach dürfen die Bahnbetriebe Blumberg mit der Sauschwänzlebahn bis zum Jahresende zwischen dem Startbahnhof Blumberg-Zollhaus und dem Bahnhof Fützen fahren. Die Zahl der Fahrten wird begrenzt und darf nur mit geringer Geschwindigkeit erfolgen.

Banbetriebe kündigen Adventsfahrten an

Die Bahnbetriebe Blumberg küdigten auch umgehend Adventsfahrten für drei Wochenenden an, sagte Geschäftsführer Christian Brinkmann dem SÜDKURIER. Zu dem Winterfahrverbot war es gekommen, als die Bahnbetriebe im Herbst 2013 Nikolausfahrten planten und die Oberre Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium davon Wind bekam.

Für zwei Tunnel bleibt das Fahrverbot

Die beiden Tunnel mit vielen Fledermäusen, der Weiler Kehrtunnel und der Große Stockhalde Kehrtunnel, dürfen zwischen dem 1. November und dem 31. März auch weiterhin nicht befahren werden, teilt die Behörde mit.

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer wird in der Mittelung wie folgt zitiert: „Ich freue mich, dass wir gemeinsam eine Lösung gefunden haben, die sowohl die Interessen des Natur- und Artenschutzes als auch die Belange des Bahnbetriebs berücksichtigt. Ich bin überzeugt, dass wir hiermit ein gutes und rechtssicheres Ergebnis erarbeitet haben, dass schon in diesem Winter zum Tragen kommen wird."

Bürgermeister Markus Keller zeigt sich zufrieden

Auch Blumbergs Bürgermeister Markus Keller, Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Bahnbtiebe GmbH, zeigte sich zufrieden. Das Ergebnis unterstreiche das Ziel der Stadt, "dass wir an einem Kompromiss interessiert sind."

Geschäftsführer Christian Brinkmann ebenfalls zufrieden

Bahnbetriebe-Geschäftsführer Christian Brinkmann äußerte sich ebenfalls zufrieden. "Für uns ist das ein guter Kompromiss, damit können wir leben und ihn gestalten." Auch der Naturschutz habe darin einen großen Raum eingerichtet bekommen. für die Bahnbetriebe zeige der Kompromiss, dass sich das zähe und jahrelange Verhandeln gelohnt habe.

Das könnte Sie auch interessieren

Tunneldurchfahrten mit maximal Tempo zehn

Alle Tunneldurchfahrten zwischen November und 15. April erfolgen mit maximalem Tempo zehn (soweit betrieblich möglich) und bei den Dampfloks mit reduziertem Rauchausstoß.