In Bad Dürrheim hat es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gebrannt. Das Feuer war gegen Mitternacht in der Grund- und Werkrealschule im Verbindungsstück zwischen rechtem und linkem Gebäudeflügel ausgebrochen. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannten Teile einer Holzverblendung im Eingangsbereich.

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In diesem Bereich befinden sich unter anderem das Sekretariat und das Büro von Schulleiter Heinz Kriebel. „Ich wurde gegen 0.30 Uhr von unserem Hausmeister angerufen und über das Feuer informiert. Dann habe ich mich von Donaueschingen sofort nach Bad Dürrheim aufgemacht“, sagt Kriebel gegenüber dem SÜDKURIER.

Schulleiter Heinz Kriebel.
Schulleiter Heinz Kriebel. | Bild: Naiemi, Sabine

Die Feuerwehr Bad Dürrheim war mit 42 Einsatzkräften aus allen Abteilungen sowie mit der Führungsgruppe vor Ort. Auch Das Rote Kreuz, die Malteser und der ASB waren anwesend. Das Feuer konnte gegen 3.30 Uhr gelöscht werden.

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Am Donnerstag waren Experten der Kriminaltechnik vor Ort, um herauszufinden, wie es zu dem Feuer kommen konnte. Wie es gegen Nachmittag hieß, haben erste Untersuchungen ergeben, dass der Brand nicht durch einen technischen Defekt entstanden war. Im Bereich der Brandausbruchstelle befanden sich laut Polizei keine Versorgungs- oder Stromleitungen. Daher gehen die Beamten derzeit davon aus, dass das Feuer gelegt wurde. Ob das fahrlässig oder vorsätzlich passierte, müsse noch herausgefunden werden. Die Polizei bittet Menschen, die etwas Verdächtiges gesehen haben, sich bei der Kriminalpolizei Villingen unter der 07721/6010 zu melden.

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Eine Anwohnerin sagte gegenüber dem SÜDKURIER, dass sie gegen Mitternacht Jugendliche gesehen habe, die sich auf dem Pausenhof befunden haben sollen. Ob diese etwas mit dem Brand zu tun haben, lässt sich nicht sagen. Brandstiftung schließen Polizei und auch Schulleiter Kriebel zum jetzigen Zeitpunkt nicht aus. Denn: Während der Mittelteil des Schulgebäudes schwer beschädigt wurde, blieben die Gebäudeflügel nahezu unbeschädigt.

Neben den Einsatzkräften und dem Schulleiter waren am Morgen auch Stadtbaumeister Holger Kurz, Gunnar Prennig vom Stadtbauamt sowie Bürgermeister Jonathan Berggötz vor Ort zur Begutachtung der Schäden. Berggötz bedankte sich am Nachmittag bei den Einsatzkräften, die Schlimmeres verhinderten. Laut dem Bürgermeister gehe es nun darum festzustellen, ob es nachhaltige Schäden am Gebäude gibt, welche Maßnehmen durchgeführt werden müssen, um den Unterricht wieder sicher ablaufen zu lassen und wann Lehrer und Schüler zurück in die Räumlichkeiten können.

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Der Unterricht für die Schüler wurde für Donnerstag und Freitag abgesagt. Schulleiter Kriebel ging am Donnerstagmorgen zunächst davon aus, dass der Schulbetrieb am Montag regulär weitergehen kann. Bürgermeister Berggötz sagte jedoch, dass der Unterricht in der kommenden Woche zunächst im Homeschooling stattfindet. Zudem werden abgeklärt, ob und wie eine Notbetreuung stattfinden kann. Am Gebäude selbst entstand laut Polizei ein Schaden im sechsstelligen Bereich.