Sämtliche Veranstaltungen fielen im vergangenen Jahr aus, betroffen davon war auch der Riderman in Bad Dürrheim. Mittlerweile zeichnet sich aufgrund des sinkenden Inzidenzwertes im Schwarzwald-Baar-Kreis ein Licht am Horizont ab. Die Hoffnungen, 2021 den Riderman veranstalten zu können, sind bei Rik Sauser, dem Organisator, groß.

Ein Bild, das alle vermissen, vor allem die Teilnehmer des Riderman. Dieser fand zuletzt 2019 (siehe Bild) statt und die Organisatoren hoffen sehr, dass dieses Jahr wieder ein Riderman stattfinden kann. Archivbild: Naiemi
Ein Bild, das alle vermissen, vor allem die Teilnehmer des Riderman. Dieser fand zuletzt 2019 (siehe Bild) statt und die Organisatoren hoffen sehr, dass dieses Jahr wieder ein Riderman stattfinden kann. Archivbild: Naiemi | Bild: Naiemi, Sabine

Die Eventagentur war arg gebeutelt. Wie sind die Sausers durch den zweiten Lockdown gekommen? „Wir hatten das große Glück, letztes Jahr ein Mal in der Schweiz und ein Mal im Schwarzwald Mountainbike-Events veranstalten zu können und dass der Vaude-Store letztes Jahr offen war“, erklärt Rik Sauser.

Außer ihm seien alle in Kurzarbeit, so der Firmenchef. Wir haben geschaut, dass wir durch Sparen über die Runden kommen und die Geschäftsführung habe sogar die meisten Monate auf das halbe Gehalt verzichtet. „Wir haben gespart wo es geht.“ Sein Bruder Kai, ebenfalls geschäftsführendes Mitglied der Firma habe sogar ein Jahr lang auf sein Gehalt verzichtet, was allerdings nur durch die Berufstätigkeit seiner Frau Kerstin möglich gewesen sei. „Man muss schauen, wie man irgendwie über die Runden kommt, weitermachen wie bisher funktioniert halt nicht“, sagt Sauser.

Die Firma habe auch Hilfen erhalten, das sei alles gut gewesen. Die erste sei ganz schnell gekommen, die zweite auch, an der dritten sei man gerade dran. „Aber allein damit kann man nicht überleben“, stellt Rik Sauser klar. Ein Kollege etwa habe gar kein Event letztes Jahr gehabt und musste die Segel streichen. „Wir können noch nicht abschätzen, wann und wie diese Corona-Hilfe 3 noch kommt.“ Das bearbeite alles der Steuerberater.

Jetzt sei die Agentur dran, den Engadin-Giro zu planen. Stand heute könne man noch nichts Genaues sagen, aber die Tendenzen seien. Aktuell seien in der Schweiz Ende Mai bis zu 300 Leute bei Veranstaltungen im Freien zugelassen. Nächste Woche werde der Bundesrat festlegen, wie es weitergeht. Laut dem derzeitigen Stufenplan sollen im Juli bei Veranstaltungen im Freien bis zu 3000 Teilnehmer zugelassen werden. Die Schweizer würden etwas mehr Gas geben, so Sauser. So würden im Engadin die Bergbahnen laufen, vor vier Wochen seien alle Terrassen aufgemacht worden und Ende Mai soll die komplette Gastronomie öffnen, natürlich mit Hygienekonzept. Alles seien Prognosen, man müsse noch abwarten, aber die Tendenzen würden darauf hinweisen, dass es vorwärts geht.

Seit letztem Jahr sind auch die Anmeldungen zum Riderman offen. Das Drumherum im Worstcase habe man mit der Stadt schon besprochen. „Was wir brauchen ist, dass wir mindestens 1000 Teilnehmer auf die Strecke lassen können.“ Bis zum Riderman sind es noch gute vier Monate. Er hoffe auf das Thema Impfen, sagt Sauser. Für den Rothaus-Bike-Giro im August brauche man 500 Teilnehmer. Die Veranstaltungen könnten im Notfall ohne Zuschauer stattfinden. „Es ist schön, wenn sie da sind, aber mit den Zuschauern verdienen wir kein Geld“, erklärt Sauser.

Jetzt warte man einfach mal ab. Die Hygienekonzepte vom letzten Jahr stünden noch. Wenn eine Teilnahme von einer Impfung oder einem Test abhänge, würde man auch das machen. Aber das sei noch weit hin.
„Wir sind Vollgas mit allem am planen. Der Riderman braucht einen dermaßen langen Vorlauf, dass wir nicht warten können“, berichtet Rik Sauser. Man werde abwarten, wie es sich entwickelt und dementsprechend reagieren und sich anpassen. Als Eventagentur müsse man schnell reagieren und umsetzen können. „Aber wir sind sehr zuversichtlich für Sommer und Herbst.“