Jetzt geht‘s los. Renata (62) und Christoph (63) Popp werden ihr Haus an ihren Sohn und dessen Familie übergeben – und starten nun ihre mobile Lebensphase im Schloss Blumenfeld, wo sie am „Summer of pioneers“ (Sommer der Pioniere) teilnehmen. „Wir sind motiviert und neugierig, in dieser bunten Gemeinschaft kreativer und energiegeladener, zupackender Menschen mitzuwirken“, erläutert Christoph Popp. Auch mittelfristig wollen sie in Bewegung bleiben und sich später auf ein gemeinschaftliches Leben in einer Mehr-Generationen-Siedlung einlassen.

„Wir wünschen und einen enkeltauglichen Planeten mit Zukunft“

Blumenfeld ist für die Popps ideal: „So sind wir zunächst noch in der Nähe unserer alten Heimat – und können noch eine Weile unseren 16 Monate jungen Enkel hüten.“ Dies erklärt auch deren Hauptanliegen: „Wir wünschen uns einen enkeltauglichen Planeten mit Zukunft – und interessieren uns daher für nachhaltige und lebensdienliche Gesellschaftsmodelle.“

Ziehen als Schlosspioniere nach Tengen: Renata und Christoph Popp.
Ziehen als Schlosspioniere nach Tengen: Renata und Christoph Popp. | Bild: Popp

Der Summer of Pioneers der Stadt Tengen ist ein Wettbewerb für Startup-Gründer und Kreative: Sie können eine Zeitlang sehr günstig Arbeits- und Wohnräume im Schloss bekommen – und an der Stadt Gefallen finden, so dass sie vielleicht bleiben.

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Christoph Popp ist studierter Heilpädagoge und arbeitete in der Geschäftsleitung einer mittelgroßen Einrichtung für Menschen mit Behinderung in der Ostschweiz. Renata Popp hat eine Kochwerkstatt mit blinden und sehbehinderten Menschen geleitet. Ihr Mann hebt ihre Leidenschaft für das Kochen sowie ihr integrierendes Wesen hervor – und ihre schwäbischen Wurzeln: „All dies wird sie im Schlosscafé zur Geltung bringen.“

Er selbst will seine konzeptionellen und handwerklich-praktischen Allrounder-Kompetenzen als Unterstützer diverser Projekte zum Tragen bringen. Das Ehepaar hat sich für den frühzeitigen Un-Ruhestand entschieden, um sich noch einige Jahre kreativen Einsätzen im In- und Ausland widmen zu können. Christoph Popp: „Wir freuen uns sehr auf den Blick über den Gartenzaun, auf Begegnungen mit vielen Menschen im Raum Tengen.“