Eine große Menschenmenge, viele Personen ohne Masken – dieses Bild bot sich am Donnerstag beim sogenannten Spaziergang von Kritikern der Corona-Maßnahmen, die sich auf dem Dillplatz trafen und von dort aus zu einem Zug durch die Stadt aufbrachen. Wie Carsten Tilsner, Leiter des Ordnungsamts, auf SÜDKURIER-Nachfrage berichtet, habe die Stadt die Versammlung von der Maskenpflicht befreit. Es habe die Empfehlung gegeben, eine Maske zu tragen.

Geringeres Risiko unter freiem Himmel

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Er vermutet, dass eine Maskenpflicht missachtet würde, was die Stadt in Zugzwang bringen würde, dagegen vorzugehen. „Wir sind davon ausgegangen, dass uns das mit den Mitteln, die wir einzusetzen bereit sind, nicht möglich ist“, so Tilsner. Darum habe man auf die Maskenpflicht verzichtet. Durch ein geringeres Ansteckungsrisiko unter freiem Himmel erscheine ihm das vertretbar.

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Polizei ist vorbereitet auf derartige Aktionen

Dass 500 Personen bei der Anmeldung der Aktion am Donnerstag angekündigt worden seien und etwa 670 Teilnehmer laut der Polizei kamen, erklärt Tilsner so: Bei einem öffentlichen Aufruf könne der Veranstalter nicht sicher vorhersehen, wie viele Personen kommen. „Solange die Größenordnung ungefähr stimmt, genügt das für unsere Gefahreneinschätzung und Planung.“ Und Dieter Popp, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Konstanz betont: „Wir sind vorbereitet auf solche Einsätze, auch personell.“

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