Im Rahmen des diesjährigen Oktoberkonzerts der Stadtmusik erwartet die Stockacher ein ganz besonderes Erlebnis. Dem Ensemble unter Leitung von Stadtmusikdirektor Helmut Hubov ist es gelungen, einen herausragenden Trompeter als Solisten zu gewinnen.

Der Österreicher Thomas Gansch ist ein virtuoser Künstler, der in der klassischen Musik ebenso zuhause ist wie in Volksmusik, Pop und Jazz. Er musiziert mit Ikonen des Jazz wie Wynton Marsalis ebenso wie mit dem europaweit erfolgreichen Blasmusik-Ensemble Mnozil Brass. Mit den Musikern der Stadtmusik tritt Gansch am 31. Oktober um 17 Uhr in der Jahnhalle auf.

Viele Titel bereichern Programm

Das Programm des Abends beginnt mit dem Stück „joyRide“, das der 1986 geborene amerikanische Komponist Michael Markowski mit 19 Jahren geschrieben hat. Das Stück ist eine Fusion des Schlussmotivs von Beethovens neunter Symphonie, der „Ode an die Freude“, mit Elementen des Stücks „Short Ride in A Fast Machine“ des zeitgenössischen Komponisten John Adams.

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Anschließend kommt die Komposition „Blue Shades“ von Frank Tichli zur Aufführung. Der Amerikaner (Jahrgang 1958) hat zahlreiche populäre Werke für sinfonisches Blasorchester geschaffen und lehrt als Professor an der Thornton School of Music in Kalifornien. In dem Stück hat er seine Liebe zu Jazz und Blues mit seinem zeitgenössischen Stil verbunden.

Über den Tod einer Katze

Wortwörtlich zu verstehen ist der „Blues for a Killed Cat“. Der Komponist Jack End war zeitweilig als Lehrer an der Eastman School of Music in Rochester im Bundesstat New York tätig. Einmal entdeckte er nachts auf dem Weg nach Hause eine tote Katze auf der Straße. Die Trauer, die er dabei empfand, verarbeitete er in diesem Blues.

„Fancy Vienna“ ist der erste Ausflug des 1966 geborenen österreichischen Komponisten Thomas Doss in das Jazzgenre. Er schrieb das Werk für den Thomas Gansch, der es für die Besucher des Oktoberkonzerts darbietet.

Die Mitwirkenden der Stadtmusik Stockach beim diesjährigen Sommerkonzert. Auch im Herbst werden sie ihr musikalisches Repertoire präsentieren.
Die Mitwirkenden der Stadtmusik Stockach beim diesjährigen Sommerkonzert. Auch im Herbst werden sie ihr musikalisches Repertoire präsentieren. | Bild: Claudia Ladwig

Nach der Pause interpretiert die Stadtmusik das Stück „Sang!“ des 1946 geborenen amerikanischen Komponisten Dana Wilson. In dem Stück erforscht er die Zusammenhänge zwischen rhythmischen Äußerungen und der typischen Klangerzeugung mit Blasinstrumenten. Und zwar indem er die Spieler mit und ohne ihre Instrumente vokalisieren lässt. So entsteht eine mitreißende Dynamik.

Beim „Konzert für Trompete“ des 1983 verstorbenen amerikanischen Jazztrompeters Harry James steht Thomas Gansch wieder auf der Bühne. Die virtuose Spieltechnik des Trompeters James, der in den 1940er-Jahren ein Star war, wurde auch von Jazzgrößen wie Miles Davis und Dizzy Gillespie bewundert.

Dann erwartet die Zuhörer mit dem Stück „La Malaguena“ ein rhythmisches Feuerwerk. Es ist eines der bekanntesten Lieder der lateinamerikanischen Musik. Der Komponist Ernesto Lecuona, der als „kubanischer Gershwin“ gilt, schuf es im Jahr 1927.

Und zum Abschluss des Abends spielen Thomas Gansch und die Stadtmusik „La Virgin de Macarena“. Das Werk des 1959 verstorbenen spanischen Komponisten Bernardo Bautista Monterde beschreibt klangfarbenreich eine Marienprozession im spanischen Sevilla.