„Es ist gut, dass man sich nach so einer schweren Zeit wieder mal trifft.“ Mit diesem Satz hat Pfarrer Michael Lienhard von der katholischen Kirche Stockach die Gedenkfeier anlässlich der Corona-Pandemie eröffnet, die am vergangenen Wochenende im Stockacher Stadtgarten stattgefunden hat.

Er schilderte in bewegenden Worten, was die Pandemie für viele Erkrankte und deren Angehörigen bedeutete und appellierte an die Gläubigen, trotzdem tolerant gegenüber Andersdenkenden zu sein. Er ist davon überzeugt, dass „Gott auch in dieser schweren Zeit bei uns ist.“

Sterbende alleine gehen lassen

Auch Pfarrer Rainer Stockburger von der evangelischen Kirche blickte zurück und sprach Fürbitten für die Leidtragenden von Corona. Er schilderte wie schwer es war, Sterbende alleine gehen zu lassen. „Niemand hielt ihnen in der schweren Stunde die Hand.“

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Pfarrer Stockburger hatte während der Pandemie seinen Gläubigen angeboten, sich bei Gesprächsbedarf mit ihm telefonisch, über WhatsApp, per Mail und dergleichen in Verbindung zu setzen. „Es hat tatsächlich keiner das Gespräch gesucht“, das habe ihn verwundert.

Kay Schubert, pastoraler Begleiter der Freien Christengemeinde, zelebrierte zusammen mit Stephan Strittmatter, Gemeindevorsteher der Neuapostolischen Kirche, Gebete für die verschiedenen Altersgruppen.

Gebete für Kinder und Erwachsene

Sie baten um Erbarmen für die Kinder, die unter der Pandemie gelitten haben: Gott möge die schützende Hand über sie und die Jugendlichen halten, damit sie keine Folgeschäden zu tragen hätten. Sie beteten für die Erwachsenen, die es in dieser Zeit zum Teil sehr schwer hatten, ob in der Arbeitswelt oder privat.

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„Manch einer musste dunkle Tage in Einsamkeit durchleben“, betonte Strittmatter und bezog sich damit auf die Situation vieler Senioren, die keinen Besuch bekommen durften, weder zu Hause noch in den Heimen.

Die Gedenkfeier wurde musikalisch umrahmt vom Gemeindechor der Neuapostolischen Kirche unter der Leitung von Heike Strittmatter sowie von der Worship-Band der Freien Christen unter Leitung von Anne Schubert.