Dem mutmaßlichen Brandstifter der Scheffelhalle wird der Prozess gemacht – aber später als ursprünglich geplant. Denn der am Landgericht Konstanz vorgesehene Prozessauftakt gegen den mutmaßlichen Brandstifter am Donnerstag, 7. Oktober, wird verschoben. Dies bestätigte Mirja Poenig, Pressesprecherin des Landgerichts, auf SÜDKURIER-Nachfrage. Der erste Verhandlungstag soll nun am Dienstag, 9. November, stattfinden.

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Auch die beiden anderen eigentlichen Verhandlungstage am 8. und 12. Oktober haben einen neuen Termin: Sie sind nun für den 10. und 11. November jeweils um 9 Uhr angesetzt. Als Grund für die Verschiebung nannte Poenig die Verhinderung eines Verfahrensbeteiligten. Deshalb hätten die ursprünglich avisierten Termine nicht gehalten werden können. „Eine Umterminierung war aufgrund von Terminkollisionen der drei Berufsrichter erst ab dem 9. November möglich“, teilt Poenig in einer Stellungnahme mit.

Kein Stein steht mehr auf dem anderen: Ein Feuer hat die Scheffelhalle im November 2019 komplett zerstört. Bis Ende des Jahres soll die Brandruine abgerissen werden.
Kein Stein steht mehr auf dem anderen: Ein Feuer hat die Scheffelhalle im November 2019 komplett zerstört. Bis Ende des Jahres soll die Brandruine abgerissen werden. | Bild: Matthias Güntert

Dem 36-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, den Brand der Scheffelhalle kurz vor Jahresende, am 16. November 2020, verursacht zu habe. Bei dem Feuer wurde diese vollständig zerstört. Zudem soll er im Zeitraum von 6. November 2020 bis 17. Februar 2021 drei Mülltonnen im Stadtgebiet Singen in Brand gesteckt haben.

Abriss soll noch dieses Jahr erfolgen

Kurz vor dem Auftakt zum Scheffelhallen-Prozess stellen sich viele Singener die Frage: Wie geht es mit der Ruine weiter? Denn optisch hat sich in den vergangenen Wochen nichts getan. Laut städtischer Pressestelle sei eine Ausschreibung diese Woche auf den Weg gebracht worden. „Die Analyse des Brandschutts und die Abklärung des weiteren Vorgehens für die Ausschreibung haben einfach etwas Zeit in Anspruch genommen“, heißt es dazu.

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Die Fertigstellung der Abbrucharbeiten an der Ruine sei für das Jahresende vorgesehen. „Der asbesthaltige Brandschutt wurde analysiert und die Entsorgung des Brandschutts ist Teil der ausgeschriebenen Leistungen. Die Firma steht also noch nicht fest, sondern wird erst im Rahmen der Ausschreibung gefunden“, teilt die Pressestelle mit.