Thema & Hintergründe

Landgerichtsbezirk Konstanz

Der Bezirk des Landgerichts Konstanz (Bild) umfasst die Amtsgerichte in Konstanz, Singen, Radolfzell, Stockach, Überlingen, Donaueschingen und Villingen-Schwenningen. Auf dieser Themenseite bündeln wir fortlaufend die wichtigsten Prozesse, Urteile und Ereignisse des Bezirks.

Neueste Artikel
Singen Jetzt wird verhandelt wie noch nie: Die Justiz nimmt Arbeit nach Corona-Pause wieder auf
Abstandsregelungen, Plexiglasscheiben, Mundschutz: Was der Einzelhandel schon kennt, wird in der Justiz nun auch umgesetzt. Seit dem 27. April ist das Amtsgericht Singen wieder zugänglich – auch für Zeugen einer öffentlichen Verhandlung. Was sich für Prozess-Beteiligte verändert hat und wie der erste Fall nach einigen Wochen Pause verlief.
Johannes Daun im kleineren Sitzungssaal, in dem während der Corona-Krise kaum Verhandlungen stattfinden können. Denn hier ist es schwer, Abstände einzuhalten.
Nenzingen/Stockach Gefährliches Überholmanöver endet mit Geldauflage
Eine Frau soll im Sommer 2019 auf der Landesstraße 194 einen Van riskant überholt und fast einen Unfall gebaut haben. Nun stand sie vor dem Stockacher Amtsgericht. Was genau bei dem Vorfall passiert ist, konnte bei dem Prozess aber nicht ganz geklärt werden – auch weil der Fahrer des Vans trotz Vorladung nicht vor Gericht erschienen ist.
Um diesen Straßenabschnitt ging es: Die Landesstraße 194 zwischen Stockach und Nenzingen vom Zollbruck-Kreisel aus gesehen. Der Kreisverkehr ist im Vordergrund zu erkennen.
Konstanz Ende eines Mammutverfahrens: Der Konstanzer Mafia-Prozess endet mit einer hohen Gefängnisstrafe
Selbst das Coronavirus konnte ein Urteil nicht mehr verhindern. Mehr als anderthalb Jahre nach Beginn des sogenannten Mafia-Prozesses wurden am Montag in Konstanz die beiden letzten Urteile gesprochen. Die beiden Angeklagten aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis wurden schuldig gesprochen. Der 51-jährige Hauptangeklagte erhielt neun Jahre Gefängnis, sein Sohn, dessen Untersuchungshaft bereits ausgesetzt war, bekam zwei Jahre und fünf Monate.
Die beiden Angeklagten (links und Mitte) stehen vor der Urteilsverkündung im großen Sitzungssaal des Landgerichtes Konstanz. Die Kammer verurteilte den Hauptangeklagten (rotes Hemd) wegen Drogenhandels zu neun Jahren Gefängnis.
Salem Die 1980-er Jahre – oder: der Markgraf von Baden im Streit mit der Schule Schloss Salem
Die 1980-er Jahre waren in dem international renommierten Internat geprägt vom Zwist zwischen dem Haus Baden und der Schule, die in im Dezember 1985 in die Kündigung mündete. Daraus entstand die Idee des Neubaus in Überlingen, das heute als „Salem International College“ das Internationale Bakkalaureat anbietet. Der Schulstreit wurde 1999 beendet – seitens des Hauses Baden von Erbprinz Bernhard, der von seinem Vater die Geschäfte übernommen hatte.
Altehrwürdige Umgebung: Seit 1920 ist Schloss Salem, der Stammsitz des Hauses Baden, Heimat der Schule Schloss Salem. Gegründet durch Max von Baden, der letzte Reichskanzler des Kaiserreiches, und den Reformpädagoge Kurt Hahn, sollte das Internat den Kindern der Führungseliten neben der nötigen Bildung auch Verantwortungsbewusstsein und Kooperationsfähigkeit, das Dienen vermitteln. In den 1980-er Jahren wurden auch die Weichen gestellt, um Stipendiaten aufzunehmen, bei denen nicht die Zahlungsfähigkeit der Eltern den Zugang bringt, sondern die eigenen Fähigkeiten. Dieses Jahr begeht die Schule ihren 100. Geburtstag – allerdings ohne Feiern, wegen der Corona-Krise sind sie abgesagt.