Thema & Hintergründe

Landgerichtsbezirk Konstanz

Landgerichtsbezirk Konstanz

Der Bezirk des Landgerichts Konstanz (Bild) umfasst die Amtsgerichte in Konstanz, Singen, Radolfzell, Stockach, Überlingen, Donaueschingen und Villingen-Schwenningen.

Auf dieser Themenseite bündeln wir fortlaufend die wichtigsten Prozesse, Urteile und Ereignisse des Bezirks.

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Konstanz Das Amtsgericht Konstanz will im Prozess wegen Vergewaltigung weitere Zeugen hören, denn trotz des Geständnisses bleiben Zweifel an der Aussage des Angeklagten
Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft wiegt schwer: Ein 20-jähriger Angeklagter aus dem Kanton Thurgau soll im Oktober 2019 in Konstanz eine Frau in einem Auto vergewaltigt haben. Dabei soll er sie außerdem am Brustkorb verletzt haben. Das Urteil wird bei einem Folgetermin gefällt, an dem auch zwei Zeugen aussagen sollen, die sich während der Verhandlung im Griechenland-Urlaub befanden.
Der Prozess findet am Amtsgericht in Konstanz statt. (Archivbild)
Überlingen Verurteilter Kleingärtner Viktor Schlak lädt zum Kartoffelgericht
Noch hat sich Kleingärtner Viktor Schlak nicht entschieden, ob er Berufung beim Landgericht Konstanz einlegen will gegen seine Verurteilung wegen der illegalen Nutzung brachliegenden städtischen Grund und Bodens. Bei Zuwiderhandlung hatte ihm die Amtsrichterin nach einer Unterlassungsklage der Stadt in ihrem Urteil vom 7. Juli ein Zwangsgeld von 250 000 Euro angedroht. Einziges Zugeständnis der Kommune in der mündlichen Güteverhandlung im Juni war es gewesen, dass die in diesem Jahr angepflanzten Gemüsepflanzen nicht untergepflügt werden müssen. Darum hatte Viktor Schlak die Stadt wenigstens gebeten.
Nur eine Handvoll Helfer kamen auf die Einladung von Viktor Schlak (links) zur Kartoffelernte. (Von rechts) Lillemor Mahlstaedt, Christine Menke, Tanja und Rolf Briddigkeit.
Triberg 210.000 Euro Schulden: Busunternehmerin Sabine Claßen aus Triberg muss wegen Corona Privatinsolvenz anmelden
Die Corona-Gesundheitskrise wird immer mehr auch zu einer finanziellen Krise. Das kann Sabine Claßen bestätigen. Die Tribergerin besaß vier Jahre ein Reisebusunternehmen. Wegen Corona musste sie es aufgeben. Weil es sich um ein Einzelunternehmen handelt, meldet sie bald Privatinsolvenz an. Das Landratsamt sagte ihr, man müsse sich erst um die Großen kümmern. Die „kleine“ Claßen lebt jetzt von 300 Euro im Monat.
Ein Bild aus besseren Tagen: Sabine Claßen besaß das Reisebusunternehmen Claßen Tours. Die 46-Jährige musste es wegen finanzieller Probleme aufgrund von Corona schließen und Privatinsolvenz anmelden.
Überlingen Betreuungsverhältnis ausgenutzt, Klienten sexuell missbraucht: Psychologischer Betreuer kommt mit einer Bewährungsstrafe davon
Dem 58-jährigen Mann aus dem westlichen Bodenseekreis war vorgeworfen worden, seinen Betreuten von 2013 bis 2017 in mehreren Fällen mit Drohungen zu sexuellen Handlungen gezwungen zu haben. Hat er also das Betreuungsverhältnis ausgenutzt? „Offensichtlich ja“, sagt Richter Joachim Dospil. Warum er dennoch mit einer Bewährungsstrafe davongekommen ist.
Der Angeklagte, der das Betreuungsverhältnis ausgenutzt haben soll, im Landgericht in Konstanz. Hinter ihm sitzt sein Verteidiger.
Überlingen/Konstanz Jahrelang vom psychologischen Betreuer sexuell missbraucht? 67-jähriger Mann schildert vor Gericht ein Martyrium
Hat ein 58-jähriger Angeklagter im Raum Überlingen das bestehende Abhängigkeitsverhältnis zu einem 67-jährigen Mann ausgenutzt und ihn mindestens fünf Mal vergewaltigt? Das muss in einem Prozess vor dem Landgericht Konstanz geklärt werden. Der Angeklagte war zehn Jahre psychologischer Betreuer des mutmaßlichen Opfers. Beim Prozessauftakt sagte der 58-jährige Angeklagte, es sei zu sexuellen Handlungen gekommen, aber „es gab niemals eine Drohung, Gewalt oder Erpressung“.
Ein 58-jähriger Mann aus dem Bodenseekreis muss sich vor dem Landgericht Konstanz verantworten, weil er einen 67-jährigen Mann, den er betreute, mindestens fünf Mal vergewaltigt haben soll. Bild: Julian Widmann
Singen Scheinehe vor Gericht: Mann muss 4000 Euro für falsche Angaben zahlen
Sind sie nur zum Schein verheiratet, damit die 27 Jahre alte Ehefrau in Deutschland bleiben darf? Das liegt nahe. Nun wurde gegen das Ehepaar wegen falscher Angaben gegenüber des Ausländeramts verhandelt. Eine entscheidende Rolle spielte dabei die fünfjährige Tochter.
Markdorf ZIM Flugsitz GmbH stellt Antrag auf Insolvenzverfahren
  • Markdorfer Luftfahrtzulieferer wegen der Corona-Krise finanziell angeschlagen
  • Unternehmen will sich in Eigenverwaltung sanieren
  • Gehälter der rund 200 Mitarbeiter bis auf weiteres über Insolvenzgeld gesichert
Die Corona-Krise hat die ZIM Flugsitz GmbH (Markdorf) in finanzielle Schwierigkeiten gestürzt. Das Unternehmen hat einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt und soll nun in den kommenden Monaten saniert werden.
Radolfzell Übergriffiger Masseur muss Geldstrafe zahlen
Zwei Frauen hatten einen Masseur angezeigt, der sie im Intimbereich berührt hatte. Die Amtsrichterin hatte keine Zweifel an ihren Schilderungen und verurteilte den 53-Jährigen zu einer Geldstrafe von 1500 Euro.
Ein Mann massiert den Rücken einer Frau. Bei einer ähnlichen Behandlung wie auf diesem Symbolbild ging ein Masseur in Radolfzell erheblich zu weit, was zu einem Prozess vor dem Amtsgericht führte.
Überlingen Stadt Überlingen gegen Kleingärtner: Viktor Schlak unterliegt vor Gericht
Im Namen des Volkes wird Kleingärtner Schlak die Bepflanzung ungenutzter Parzellen verboten, ihm droht ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro. Viktor Schlak wurde zuvor von der Stadt Überlingen auf Unterlassung verklagt und ist vom Urteil des Amtsgerichts nicht überrascht. Schelmisch reagierte er auf das Urteil: Bohnensamen werde er nun nicht mehr in die Erde stecken, aber wenn das jemand anderes tut?
„Ich habe im Grunde nichts anderes erwartet“: Kleingärtner Dr. Viktor Schlak wird nach dem Urteil im Gericht von der SWR-Journalistin Sabine Steinfurth interviewt.