Das Blasorchester der Stadt Singen (BOS) trauert um den ehemaligen Dirigenten Horst Dieter Bolz, war er doch – wie es in einer Pressemitteilung des BOS heißt – der erste Dirigent des Orchesters. Geboren 1936 in Stuttgart, startete er seine Karriere bereits während der Besatzungszeit nachts in den Clubs der amerikanischen Soldaten mit seiner Trompete. Nach seinem Studium begann er als Solotrompeter im Orchester des Landestheaters Coburg.

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Beim Jugendblasorchester Kronach habe er die Leidenschaft zum Dirigieren entdeckt und wurde 1975 mit der Fusion von Stadtmusik und Stadtharmonie zum heutigen Blasorchester zum ersten Dirigenten des BOS gewählt. Darüber hinaus wurde er an der Jugendmusikschule als Leiter der Bläserklasse angestellt. Ab 1977 war Bolz neben seiner Tätigkeit in Singen Lehrbeauftragter für Methodik an der Musikhochschule Trossingen, wo er 1981 eine Professur für Trompete, Methodik und Kammermusik erhielt. Die Ernennung zum Professor brachte es mit sich, dass Horst Dieter Bolz 1981 seine Tätigkeiten in Singen aufgeben musste.

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In den 1980er Jahren war er unter anderem zusätzlich Dirigent des heutigen Landesjugendblasorchesters Baden-Württemberg. Seit seiner Pensionierung im Jahr 2002 widmete sich Bolz verstärkt dem „Trumpet Art Ensemble“. Die Mitglieder dieser Formation sind ehemalige Studenten des Professors, die teilweise in Spitzenpositionen der großen deutschen Orchester musizieren. Mit dem BOS war der Verstorbene bis zu seinem Tod als passives Ehrenmitglied verbunden. „Das Blasorchester der Stadt Singen wird Professor Horst Dieter Bolz ein ehrendes Andenken bewahren“, schreibt BOS-Pressesprecher Dietmar Weber in der Mitteilung des Orchesters.