Zurück in die Zukunft heißt es am 18. September für das Museum auf Rädern Singen. Dann wird die rollende Oldtimergalerie bei der Museumsnacht Hegau-Schaffhausen mit am Start sein. „Wir freuen uns sehr, nach zwei Jahren Zwangspause unsere Klassiker wieder ausstellen zu dürfen“, sagt Organisator Christoph Karle im Gespräch mit dem SÜDKURIER.

Die Saison sei für Oldtimerbesitzer schwierig gewesen, berichtet er. Bereits im Herbst 2019 sei es ruhiger geworden. Danach ging Corona-bedingt nichts mehr. Im Halbjahrestakt wurden geplante Ausfahrten aufgrund der unsicheren Lage immer wieder verschoben, schildert Karle die Situation. „Wir sind froh, dass endlich wieder etwas passiert.“

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Allerdings: „Vieles wird dieses Jahr anders ablaufen.“ Normalerweise würden die Besitzer der Oldtimer bis 23.30 Uhr die Gäste der Museumsnacht in ihren Klassikern von Museum zu Museum fahren. Wo vor der Pandemie also ein direkter Kontakt in den Fahrzeugen möglich war, muss diesmal darauf verzichtet werden. „Es wird daher keine Chauffeursfahrten von Gästen geben.“

Oldtimerschau in der Innenstadt

Dennoch sollen Autoliebhaber auf ihre Kosten kommen. Ab 17 Uhr werden bis zu 60 Fahrzeuge auf dem Singener Rathausplatz ausgestellt, sagt Christoph Karle. Eine Stunde später soll es eine Vorstellungsrunde im Herzen der Stadt geben: Vom Rathausplatz über die Hauptstraße zur Bahnhofstraße ist eine Rundfahrt geplant. Diese führt dann in die Fußgängerzone der August-Ruf-Straße.

„Die Oldtimer werden dann ganz langsam durch die August-Ruf-Straße fahren. Wir nennen das Auto-Flanieren“, erzählt Christoph Karle. „Ich werde in der Fußgängerzone die Klassiker im Vorbeifahren einzeln vorstellen. So haben auch die Leute beim Bummeln die Möglichkeit, nebenher etwas von der Museumsnacht mitzunehmen.“

Die Fahrt führt zurück zum Rathausplatz und wird um 20 Uhr wiederholt. „Am Abend, wenn es dämmert, wollen wir unsere Oldtimer mit Kandelabern und Teelichtern beleuchten“, so Karle. Das schaffe eine besondere Atmosphäre.

Christoph Karle wird in der Fußgängerzone die historischen Fahrzeuge vorstellen.
Christoph Karle wird in der Fußgängerzone die historischen Fahrzeuge vorstellen. | Bild: AT Pfeifer

Auch wenn Corona-bedingt nun alles etwas anders abläuft: An einer Tradition halten die Organisatoren fest. „Wir eröffnen trotz allem auch in diesem Jahr die Museumsnacht auf dem Rathausplatz“, sagt Christoph Karle. Für ihn sind Oldtimer etwas ganz Besonderes. „Jedes Fahrzeug ist einzigartig und hat einen gewissen Charme und eine Geschichte.“

Seine Begeisterung für die Klassiker war der Grund, dass er 2014 das Museum auf Rädern Singen ins Leben gerufen hat. „Mit dem rollenden Museum wollten wir das Kulturgut Automobil in den Vordergrund rücken und den Gästen nicht nur Wissenswertes über die Oldtimer vermitteln, sondern generell einen Austausch über die Autos ermöglichen“, so der Organisator.