Im Zuge der Lockerungen in der Corona-Krise kehrt auch in den Kulturbetrieb das Leben wieder zurück. Den Anfang machten in Singen das Kunstmuseum, das Hegau-Museum und das MAC Museum, in Engen öffnete das Städtische Museum seine Türen. Bedingt durch die wochenlange Schließung wurde die angesetzte Dauer der aktuellen Ausstellungen verlängert.

Kunstmuseum zeigt unbekannte Werke

Das Kunstmuseum traf die Corona-Krise im Jubiläumsjahr: „Wir waren gerade in der Aufbauphase der Ausstellung ‚30 Jahre. Kunstmuseum Singen‚, als die Kultureinrichtungen geschlossen werden mussten“, sagt Museumsleiter Christoph Bauer. So fiel eine offizielle Eröffnung weg, anstelle seiner Einführungsrede ist eine Art Resümee auf der Internetseite zu finden.

Bauer betont, dass die Ausstellung keine Leistungsschau sei, auf beiden Etagen würden eher unbekannte Werke gezeigt. Parallel dazu bringe die Sonderpräsentation „Daniel Hausig. tubes and stripes“ aktuelle Lichtkunst ins Kunstmuseum, zwei Werke von Harald F. Müller vervollständigen die umfangreiche Schau.

Hegau-Museum lädt zum Familienausflug

Im Hegau-Museum ist wieder ein Spaziergang durch die archäologische Sammlung möglich. Leiter Ralph Stephan denkt in Corona-Zeiten auch einen Schritt weiter: „Wir sind ein familientaugliches Museum, unser Konzept ist auf Eltern und Kinder ausgerichtet.“ Ein Besuch als Ausflug würde sich geradezu anbieten. Er hebt hervor, dass das Hegau-Museum auch keinen Eintritt verlangt. Für jedes Alter interessant zu sehen sei die nachgestellte Lebensweise der Menschen, die in der Altsteinzeit hier am Peterfels gelebt haben, und wie Archäologen arbeiten.

Die beiden Museen MAC 1 und MAC 2 widmen sich der Kunst in Form von Architektur der Gebäude, Malerei, Fotografie, Skulpturen und dem Automobil als Kunstwerk. Nach der Wiedereröffnung beschränkt sich die Öffnungszeit auf das Wochenende, an einem Stand im Museumsgarten werden bei schönem Wetter auch Getränke und Speisen zum Mitnehmen angeboten.

„Hölle und Paradies“ in Engen

Im Städtischen Museum Engen waren schon am zweiten Tag nach Aufhebung des Verbots die ersten Besucher zur Stelle. Zehn Tage nach der Vernissage der Sonderausstellung „Hölle und Paradies“, die den Fokus auf die Zeit des Expressionismus um 1918 richtet, musste das Museum schließen.

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„Die Leute haben auf die Öffnung gewartet“, erzählt Museumsleiter Velten Wagner, und dass Besucher sich wohl im Datum geirrt hätten und auch schon vor verschlossener Tür standen. Auch E-Mails mit Anfragen waren bei ihm eingegangen. Die Erleichterung ist ihm anzumerken, wenn er sagt: „Ich lebe wieder ganz glücklich, man kann in aller Ruhe Kunst genießen.“ Das Personal wurde aufgestockt und das Hygienekonzept werde umgesetzt.

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