Montag, 22. Juni, im Büro von Jürgen Keck: Der Landtagsabgeordnete der FDP für den Wahlkreis Konstanz-Radolfzell hat das Corona-Tagebuch Teil 29 dem Verkehrsausschuss des Landes als Lektüre empfohlen. Darin war beschrieben, wie mühsam es für Radfahrer ist, ihr Gefährt die vier steilen Treppen in die Züge der Regionalbahn zwischen Radolfzell und Basel zu wuchten. Der Kommentar des Extremradfahrers und grünen Verkehrsministers Winfried Hermann soll laut Keck gewesen sein: Man solle froh sein, dass ein Zug fährt, der Räder mitnimmt.

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Donnerstag, 25. Juni, vor der Villa Bosch: An der Verkehrstafel der Stadtbuslinie 5 hängt ein Bikini-Unterteil. Was will der textile Stoff uns mit dieser Hängung sagen? Ist es gewissermaßen
die weiße Fahne des Partyvolks, das verspricht, wie unter Corona-Bedingungen angeordnet, nach 22 Uhr auf der Mettnau nicht mehr laut zu feiern? Oder ist das Teil schlicht beim Kleidungswechsel zum ordnungsgemäßen Einsteigen in den Bus vergessen worden? Bei richtiger Verknüpfung kann das textile Teil als vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Ob der Busfahrer bemerkt hat, dass einer/eine oben ohne mitgefahren ist?

Ein Bikini-Unterteil hängt an der Stadtbushaltestelle Villa Bosch: Überbleibsel des Partyvolks auf der Mettnau?
Ein Bikini-Unterteil hängt an der Stadtbushaltestelle Villa Bosch: Überbleibsel des Partyvolks auf der Mettnau? | Bild: Becker, Georg

Freitag, 26. Juni, vor dem Computer: Das Corona-Tagebuch liegt in den letzten Silben. Es ist Teil 30. Jetzt müsste da eigentlich unser Anhang hin: „Die Kolumne: Das Corona-Tagebuch der Redaktion Radolfzell begreift sich als hoffentlich vorübergehende Erscheinung.“ Vorübergehend? Teil 30? Zum 100. Corona-Tagebuch überlegen wir die Formulierung neu. Versprochen.

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