Als die Planung für die A 98 in den 1970er- und 80er-Jahren lief, stellte sich eine Orsinger Bürgerinitiative (BI) unter anderem gegen den ursprünglich geplanten Standort für die Autobahn-Parkplätze in beiden Fahrtrichtungen auf Höhe Orsingen. Das erzählt der frühere Gemeinderat und BI-Initiator Alois Stemmer als Ergänzung zum Teil der Serie „Gedächtnis der Region“ über den Bau der Autobahn in den 80ern. Ein Parkplatz sei direkt neben dem Ort angedacht gewesen. „Der Grundgedanke war, das Abwasser nach Orsingen anzuschließen“, erklärt Stemmer.

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Die Bürgerinitiative habe insgesamt 215 Unterschriften gesammelt, erinnert sich Stemmer, der seit fast 50 Jahren Architekt ist. Er und der damalige Bürgermeister Alfons Fritschi seien die Vertreter der Gemeinde im Planfeststellungsverfahren gewesen.

Die Ziele der Bürgerinitative

Ein anderer Parkplatz-Standort sei eines von drei Zielen der BI gewesen. Ein weiteres Ziel war ein Schutzwall auf Höhe der Oberhofenkapelle, um den Ort vor Lärm zu schützen. Außerdem wollte die BI, dass der landwirtschaftliche Verkehr und Spaziergänger bei der Kapelle einen Durchgang unter der Autobahn erhalten.

Zu den Argumenten gegen die Position des Parkplatzes gehörte in einem schriftlichen Widerspruch der Aspekt, dass die Landwirte durch die Autobahn selbst schon genug belastet würden. Es sei daher eine Zumutung, weitere sieben Hektar zu verbauen, schrieb die BI an das Regierungspräsidium Freiburg.

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Was dann passiert ist

Der Schutzwall kam zwar nicht, aber die Parkplätze wurden aus dem Planfeststellungsverfahren rausgenommen, um später eine Entscheidung über die Standorte zu treffen. Der Parkplatz Nellenburg-Nord rückte schließlich weiter in Richtung Nenzingen/Stockach. Nellenburg-Süd wurde auf der anderen Seite der A 98 auf Höhe zwischen Orsingen und Nenzingen gebaut.

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