Der Bereich im Landratsamt Konstanz, wo sich derzeit fast alles um die medizinische Bewältigung der Corona-Krise dreht, ist nun unmittelbar vom Virus betroffen. Nach Information des SÜDKURIER hat sich ein leitender Mitarbeiter des Gesundheitsamts infiziert.

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Wie geht es dem Betroffenen?

Landrat Zeno Danner bestätigt dies auf Anfrage. „Die betroffene Person befindet sich mit Grippesymptomen krank zu Hause, der Gesundheitszustand ist aber stabil.“ Eine stationäre Behandlung im Krankenhaus sei bislang nicht notwendig.

Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes werden Name und Geschlecht des Betroffenen nicht veröffentlicht. Danner räumt aber ein, dass es sich „um einen Mitarbeiter mit Führungsaufgaben“ handelt.

Was bedeutet die Infektion eines Mitarbeiters für die Situation im Landratsamt?

Wegen des Corona-Falls im Gesundheitsamt seien für die dort Beschäftigten besondere Vorkehrungen getroffen worden, die auch der Gesundheit der Kollegen anderer Abteilungen dienen sollen. So seien laut Landratsamt alle Gesundheitsamts-Mitarbeiter getestet worden, tragen verpflichtend medizinische Schutzmasken und seien angehalten, Kontakte mit Kollegen anderer Abteilungen auf den Gängen zu vermeiden.

Kann am Gesundheitsamt weiter voll gearbeitet werden?

„Betrieblich ist der krankheitsbedingte Ausfall für uns kein Problem“, sagt Zeno Danner, „wir sind inzwischen robust genug aufgestellt, um damit umgehen zu können“. Ein Vorteil sei, dass die Mitarbeiter des Gesundheitsamts zwar in medizinischen Fragen beraten, dies aber hauptsächlich telefonisch und nicht als behandelnde Ärzte.

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Wie und wo es zur Ansteckung kommen konnte, lasse sich derzeit nicht sagen. „Dass der positive Test in Zusammenhang mit den Infektionen an den Kliniken Schmieder steht, ist reine Spekulation“, meint Landrat Danner zu Gerüchten, die in diese Richtung deuten.

Das Landratsamt, sagt er, sei ebenso wenig gefeit vor Ansteckungen wie jeder andere Ort. Es habe dort auch vor des jetzigen Falls Infektionen gegeben. „Tatsache ist aber, dass insbesondere unsere Mitarbeiter im Gesundheitsamt ein besonderes Augenmerk auf den Schutz ihrer eigenen und anderer Personen legen“, ergänzt Danner.