Vor einigen Tagen noch hatte Organisator Levin Stracke noch die große Hoffnung geäußert, dass der Konstanzer Weihnachtsmarkt in diesem Jahr in abgespeckter Form stattfinden werde – doch nun musste er den Standbetreibern mitteilen, dass auch die kleine Version wegen der Pandemie nicht darstellbar sei.

Er schreibt: „Nach einer sehr langen Phase der Planung und intensiven Suche nach Möglichkeiten, den Weihnachtsmarkt am See in Konstanz realisieren zu können, müssen wir Ihnen hiermit leider mitteilen, dass auch die dezentrale Variante ‚Konstanzer Weihnachtsdörfer‘ 2020 nicht stattfinden kann.“

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Er sei mit seinen Mit-Organisatoren das ganze Jahr über im ständigen Austausch mit allen wichtigen Behörden der Stadt, um gemeinsam den Weihnachtsmarkt realisieren zu können. „Aber aufgrund der sehr hohen Infektionszahlen wurde uns heute mitgeteilt, dass die Schaffung weiterer Anziehungspunkte gerade im öffentlichen Raum unbedingt vermieden werden müsse“. Das bedauere er sehr, aber akzeptiere diese Entscheidung der Behörden, die sicher nicht leicht gefallen sei.

„Auf keinen Fall einen Touristenmagneten schaffen“

Oberbürgermeister Uli Burchardt hatte vergangene Woche im Gespräch mit dem SÜDKURIER bereits angekündigt: „Das Infektionsgeschehen im Landkreis ist besorgniserregend, das muss man ganz klar sagen. Wir dürfen mit einem Weihnachtsmarkt in diesem Jahr auf gar keinen Fall einen Touristenmagneten schaffen, das müssen wir verhindern.“

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Das sei eine Frage der Werbung, des Namens, der Kommunikation und des Hygienekonzeptes. „Wir wollen nicht, wie sonst, dass Busse aus Norditalien oder aus ganz Deutschland kommen, um den Weihnachtsmarkt zu besuchen. Das darf es in diesem Jahr nicht geben.“

Das Konzept des Veranstalters sei gut, „dezentral gefällt mir, das fand ich schon immer schöner als einen großen Weihnachtsmarkt in der Mitte der Stadt. Doch wir alle werden in den kommenden Wochen und Monaten unsere Gewohnheiten und Konzepte hinterfragen müssen, wenn die Zahlen sich weiter so besorgniserregend entwickeln“.

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