Beim Erdgasnetz für Hohenfels geht es mit großen Schritten voran. Das ist ein Teil des Ausbaus der Infrastruktur auf dem Land mit wichtigen Versorgungsangeboten. Bürgermeister Florian Zindeler gab im Gemeinderat eine kleinen Überblick über anstehende Termine bis Ende März. Im Januar und Februar gibt es Gespräche mit der Thüga sowie Baufirma. Anfang Februar beginnt dann der Bau einer Zuleitung von außen zum ersten Ortsteil. Der genaue Starttag hängt aber noch vom Wetter ab.

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"Wir kommen von Süden her, wo schon eine Leitung nach Mühlingen liegt", erklärte Markus Kittl, Bereichsleiter Netze bei der Thüga, auf SÜDKURIER-Nachfrage. Die Zuleitung, die das Erdgas auf die Gemarkung Hohenfels bringt, werde dann nach zunächst nach Mindersdorf führen und später von dort aus weiter nach Deutwang sowie Liggersdorf. Anschließend folgen Kalkofen und Selgetsweiler. "Das Investitionsvolumen für das Gesamtprojekt Hohenfels liegt bei rund drei Millionen Euro", so Kittl.

Gemeinde und Thüga haben im Oktober 2018 den Vertrag für die Gaskonzession unterschrieben. Das Unternehmen kümmert sich um den Ausbau des Gasnetzes und macht alle notwendigen Ausschreibungen. Die Gemeinde habe durch den Konzessionsvertrag nichts mit den Baukosten zu tun, so Zindeler. Zudem wird die Thüga den bisherigen Ausbau-Stand in Deutwang übernehmen, so Zindeler. Das Netz dort habe die Gemeinde selbst gebaut. Alle Modalitäten seien geklärt, nur der tatsächliche Vertrag für diesen Teil fehle noch. "So wird schnell Gas in allen Ortsteilen verfügbar sein", fasst Zindeler zum Projekt zusammen.

Zu den Gesprächen, die im Januar noch bevorstehen, gehört laut Florian Zindeler, der Verlauf der Trassen und die Begutachtung, wo schon etwas vorbereitet ist. Das werde dann auch mit der Firma abgeklärt, die den Tiefbau mache. Der Bürgermeister bezeichnet den Ausbau der Gasversorgung als "ein Riesenprojekt, das uns die nächsten Jahre beschäftigen wird". Es ist aber nicht das einzige zur Verbesserung der Infrastruktur: Die Erschließung der Gemeinde mit Glasfaseranschlüssen läuft ebenfalls.

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Die Bürger sollen beim Erdgas immer transparent über alles informiert werden. Deshalb gibt es die Einwohnerversammlung (siehe unten) und immer wenn Arbeiten aktuell in einem Ortsteil anstehen, werde es dort eine Infoveranstaltung geben, bei der erklärt werde, wie alles ablaufe und was Erdgas-Anschlüsse kosten. Zu den notwendigen Bauarbeiten sagt Zindeler: "Wir wollen die Einschränkung für die Bürger so gering wie möglich halten." Beim Tiefbau auf freier Fläche werde es sicherlich schnell vorangehen, doch in den Orten "dauert es erfahrungsgemäß lange". Er schätzt, dass in drei bis vier Jahren alle Ortsteile am Gasnetz sind.

Und wo werden Leitungen liegen? In den Hauptstraßen der fünf Teilorte gebe es auf jeden Fall einen Ausbau. "Da bauen wir so oder so", sagt Zindeler. Wie es dann mit den Seitenachsen sei, hänge davon ab, wie viele Anwohner dort einen Erdgasanschluss wollen. "Ab einem bestimmten Prozentsatz findet der Ausbau statt", erklärt er. "Je mehr Bestellungen es gibt, desto mehr wird ausgebaut." Wer sowohl Gasfaser als auch Gas haben wolle, könne sparen, betont er und verweist darauf, dass Erdgas den Vorteil habe, dass keine Lagerhaltung und kein Tanken notwendig sei. Zusammenfassend sagt der Bürgermeister: "Wir sind sehr glücklich über die Projekte, die wir angehen."