In der Eichendorff-Realschule geht der Innenausbau Schritt für Schritt voran. Davon können sich die Bürger am 11. März um 17 Uhr im Rahmen des digitalen Dorfgesprächs bei einem Rundgang durch die Schule überzeugen. Geplant ist eine Baustellen-Besichtigung, die wegen des Corona-Lockdowns als Videokonferenz stattfinden wird. Bürgermeister Michael Klinger und Alexander Kopp werden die Teilnehmer live durch das Gebäude führen und erklären, was mittlerweile alles schon geschehen ist. Zwischenzeitlich ist der Estrich in allen Räumen eingebaut, auch die nichttragenden Zwischenwände stehen schon in weiten Teilen. Wie bereits im SÜDKURIER geschildert, gibt das Musterklassenzimmer einen guten Eindruck davon, wie die Schulräume einmal aussehen werden.

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Inklusion braucht auch besondere Investitionen

Ein zentrales Thema sind dabei die Voraussetzungen für eine inklusive Schule. Dazu gehört auch ein besonderer Lärmschutz, der besonders für Schüler mit Hörschäden von großer Bedeutung ist. Alexander Kopp hatte eigentlich gehofft, dass die Gemeinde um hohe Extrakosten herumkommen würde. Doch die Lärmmessungen im Musterklassenzimmer hatten ergeben, dass das Mobiliar spezielle Oberflächen benötigt, um den Lärm im Klassenzimmer zu brechen.

Es geht voran in der neuen Eichendorff-Realschule. Über den Bautenstand können sich die Bürger im digitalen Dorfgespräch informieren, das am 11. März um 17 Uhr stattfinden wird.
Es geht voran in der neuen Eichendorff-Realschule. Über den Bautenstand können sich die Bürger im digitalen Dorfgespräch informieren, das am 11. März um 17 Uhr stattfinden wird. | Bild: Tesche, Sabine

Mit Lochprofilen gegen den Lärm

Im lichtdurchfluteten Kunstraum lässt sich jetzt schon besichtigen, wie die Einbauschränke ausgestattet sein müssen, damit sie zusätzlich Schall schlucken können. Das Ergebnis sind Schranktüren mit Lochprofilen. Außerdem werden Schall-Segel an die Decke gehängt. Alles ist technisch so ausgeklügelt aufeinander abgestimmt, dass möglichst viele Geräusche geschluckt werden. Das hat auch seinen Preis.

Der günstigste Bieter kommt aus Ungarn

In einer Eilentscheidung hat Michael Klinger nun die Tischlerarbeiten im Wert von 319.038,25 Euro an die ungarische Firma Garzon Butor vergeben. Sie hatte das günstigste Angebot abgegeben. Der schlechteste Bieter war um über 50 Prozent teurer. Alexander Kopp hat das Angebot und die Seriosität der Firma überprüft und kam zu dem Schluss: „Die Firma ist bekannt und hat gute Referenzen.“ Mit der Eilentscheidung hat Klinger dafür gesorgt, dass die Arbeiten in der Schule ohne Zwangspause fortgesetzt werden können. „Ich glaube, dass wir spannende Dinge von der Baustelle präsentieren können“, so Klinger, der sich auf das Dorfgespräch im ungewöhnlichen Videoformat freut.

Alle können am Videorundgang über Zoom teilnehmen

Die Verwaltung weist darauf hin, dass im Rahmen des Videorundgangs auch Fragen gestellt werden können. Die Einwahl zur Videokonferenz am 11. März ist bereits am 16.45 Uhr möglich. Die Teilnehmerzahl ist nicht beschränkt und eine vorherige Anmeldung nicht nötig. Teilnehmer können sich über folgenden Link einwählen: https://zoom.us/j/99550792916.

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