Das kann keiner so schnell toppen: Seit 35 Jahren ist Detlef Weiske Fußball-Jugendleiter und kümmert sich seit 20 Jahren um die Rasen-Bewässerung auf dem Sportplatz. „Das hat sich so ergeben“, sagt er zu Letzterem. Und seine Schichtarbeit macht es möglich. Er könne sich so die Zeit einteilen, um auf dem Platz vorbeizuschauen, erzählt er. Auch auf das Unkraut rund um den Rasen hat Weiske einen Blick.

Die Gemeinde mäht die Fläche, er legt die schwere, rund 30 Meter Meter langen Schläuche sowie den Rasensprenger um. „Wenn es nicht üppig regnet, muss der Sprenger zwei Mal am Tag umgestellt werden“, erklärt der 60-Jährige.

Das erfordert nicht nur Zeit: „Den Schlauch zu verlegen, braucht Kraft“, sagt Weiske. Aber wenn es öfter regne, sei es nicht notwendig, häufig zu sprengen. In Rückblick auf den Hitzesommer 2018 erzählt er, dass es mit der Trockenheit extrem gewesen sei und der Rasen viel gewässert werden musste. Bei großer Hitze werde geschaut, dass der Sprenger auf dem rund 75 Meter langen Platz Tag und Nacht laufe.

Der Sportplatz Ludwigshafen aus der Luft. In der Mitte ist das Clubhaus. Die Straße, die fast waagerecht verläuft, ist die B31-alt nach links in Richtung Stockach.
Der Sportplatz Ludwigshafen aus der Luft. In der Mitte ist das Clubhaus. Die Straße, die fast waagerecht verläuft, ist die B31-alt nach links in Richtung Stockach. | Bild: Gerhard Plessing

Da der Gemeinderat von Bodman-Ludwigshafen seit ein paar Monaten über die Anzahl der Sportplätze diskutiert und im Juni ein Konzept für die Unterhaltung angesprochen wurde, könnte sich irgendwann etwas an Weiskes Einsatz für den Platz ändern. Es gebe zwei Varianten, erzählt er. Dabei könnte ein Rohr zur Bewässerung unter dem Rasen verlegt werden, so dass keine Schläuche mehr umgelegt werden müssten. „Ohne Schlauch wäre der Einsatz eines Mähroboters möglich“, sagt er in Hinblick auf das Rasenmähen der Gemeinde. Nach einer entsprechenden Entscheidung könnte alles schnell umgesetzt werden.

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Und wie wurde der 60-Jährige eigentlich ursprünglich Jugendleiter? Er sei gefragt worden: „Und ich habe einfach mal Ja gesagt.“ Er habe als Jugendlicher eigentlich nicht viel Kontakt zum Fußball gehabt. In seiner Jugend habe es noch nicht so viele Möglichkeiten gegeben. Er habe erst im Alter von etwa zwölf Jahren angefangen zu spielen.

Auch mit den Vereinen selbst sei es damals anders gewesen. So erklärt auch die Internetseite des FC BL, dass es bis 1990 den SV Ludwigshafen und den TSV Bodman gegeben habe, die es aber jeweils nicht in eine höhere Spielklasse geschafft hatten. „Es wurde eine neuer Verein, der FC Bodman-Ludwigshafen, gegründet mit dem Ziel, den Fußball am Seeende attraktiver zu machen“, so die Chronik.

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Eigentlich wollte Weiske bereits als Jugendleiter aufhören, doch es habe sich niemand gefunden, der die Aufgabe alleine übernehmen wollte. „Aber es gibt drei Unterstützer und ich bin weiter der offizielle Ansprechpartner“, erzählt er. Pro Woche ist Weiske rund zehn Stunden als Jugendleiter im Einsatz: In der Saison finde zwei Mal Training mit etwa drei Stunden Aufwand sowie ein Spiel statt.

Früher habe es zwei bis drei Mannschaften insgesamt gegeben, doch inzwischen spielen so viele Kinder und Jugendliche Fußball, dass jeweils drei bis vier Jahrgänge eine Mannschaft bilden. Der Verein könne für alle Altersklassen eine Mannschaft anbieten, so Weiske. Was den Jugendleitern Kopfzerbrechen mache, ist, dass eigentlich mehr Trainer gebraucht würden.