Camping steht am Bodensee hoch im Kurs. Und nicht nur hier: Deutschlandweit sind viele Campingplätze bis auf Weiteres komplett ausgebucht. Auch und gerade in Corona-Zeiten. Die Vorteile in Sachen geringere Ansteckungsgefahr liegen auf der Hand.

Kontaktloser Urlaub

So verbringt man seine Zeit vorwiegend an der frischen Luft und nicht im Hotelzimmer. Die meisten Camper kommen mit ihrem eigenen (autarken) Fahrzeug, in dem nur sie sich aufhalten. Kurzum: Wenig Kontakt mit fremden Menschen. Anders als bei einem mehrstündigen Flug in ein Land, das möglicherweise während des Aufenthalts vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft werden könnte.

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Doch wie sieht es zurzeit auf den Camping-Plätzen in der Region aus – jetzt, wo die Sommerferien auch in Baden-Württemberg begonnen haben, die Corona-Fallzahlen aber wieder steigen?

Britta Frischmuth vom Campingplatz Klausenhorn in Dingelsdorf sagt: „In den Sommerferien ist unser Campingplatz wie jedes Jahr bereits im Vorfeld schon sehr gut gebucht. Darunter sind viele Stammgäste, die jedes Jahr zu uns kommen.“

Neue Regeln

Für die Sicherheit haben die Betreiber Vorkehrungen getroffen. Im Sanitärgebäude, in der Rezeption und beim Bäcker müsse ein Mund-Nasen-Schutz getragen und der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.

Bereits bei der Anmeldung werden die Touristen über die geltenden Regeln informiert. Das Wichtigste: Mund-Nasen-Schutz und 1,5 Meter Mindestabstand.
Bereits bei der Anmeldung werden die Touristen über die geltenden Regeln informiert. Das Wichtigste: Mund-Nasen-Schutz und 1,5 Meter Mindestabstand. | Bild: Timm Lechler

Darüber hinaus seien die Tore direkt ins Strandbad geschlossen, sodass keine Gäste von dort direkt auf den Campingplatz können. Denn: Jeder Besucher auf dem Platz sei, so wie auch in anderen Unterkünften und der Gastronomie, dazu verpflichtet, sich mit seinen Kontaktdaten anzumelden.

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Beim Klausenhorn achte man zudem sehr genau auf die Einhaltung der Hygienevorgaben und reinige und desinfiziere alle öffentlichen Bereiche regelmäßig. Darüber hinaus weise man die Gäste in die Einhaltung der Regeln ein.

Bis Ende August komplett ausgebucht

„Vieles läuft anders als gewohnt“, sagt Matthias Kunz vom Campingplatz Hegne. Allerdings herrsche bei ihm der gleiche Ansturm wie immer, da er nur mit Reservierungen arbeite. „Wir bekommen trotzdem täglich viele Anfragen, die wir nicht befriedigen können, und das trotz unserer Homepage-Information“, sagt er. Dort steht, alle Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile, alle „Schlafhäusle“ und „Schlaffässer“ sind bis 30. August komplett belegt.

Alle Vorsichtsmaßnahmen bereits getroffen

Über die geltenden Regeln informiere man die Besucher vor Ort. Auf die steigenden Corona-Fallzahlen könne man dabei laut Matthias Kunz aber nicht reagieren. Denn: „Wir haben alle Vorsichtsmaßnahmen schon getroffen.“ So beispielsweise das tägliche mehrmalige Reinigen der Toiletten mit Desinfektionsmittel, das Aufstellen von Desinfektionsmittelspendern sowie Plexiglasscheiben an den Theken.

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Und wenn die Hygienebestimmungen noch einmal verschärft werden müssen? „Das sehen wir dann, wenn es soweit ist“, sagt Kunz. Die sanitären Gemeinschaftseinrichtungen so wie in der Anfangszeit der Corona-Lockerungen wieder zu schließen, wäre aber kein Problem.