Was wurde nicht schon über die Schwenninger Weihnachtsbeleuchtung gespottet. Wegen der Neugestaltung der Fußgängerzone kann sie nun nicht mehr genutzt werden, zudem sind Teile bereits verschlissen und unbrauchbar. Daher will die Wirtschafts – und Tourismus-Gesellschaft (WTVS) für 100.000 Euro eine neue Beleuchtung kaufen. Doch die Investition wirft nun Fragen auf, Oberbürgermeister Jürgen Roth zog den Tagesordnungspunkt daher zurück. Bis zur nächsten Sitzung sollen die Unklarheiten beseitigt werden, dann soll der Gemeinderat endgültig entscheiden.

Dürfen die Mittel eingesetzt werden?

Der Fraktionssprecher der CDU, Klaus Martin, wies darauf hin, dass das Vorhaben zwar „sehr schlüssig“ sei, da die alte Weihnachtsbeleuchtung nicht ausreiche. Das Geld soll aus den Rücklagen der WTVS kommen, dabei verwendet werden die Erlöse aus dem Grundstücksverkauf der Oberen Waldstraße. Allerdings betonte Martin, dass diese Mittel zweckgebunden für den Tourismus, in diesem Fall für die Erweiterung der Neuen Tonhalle verwendet werden müssen. Außerdem wolle er zunächst wissen, ob auch die WTVS ihren Beitrag zum Sparziel der Stadtverwaltung erbringe. Er schlug vor, bis zur nächsten Sitzung mit einer Entscheidung zu warten.

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Das könne aber zu spät sein, um die Beleuchtung bereits für das Weihnachtsgeschäft 2020 zu kaufen. Das Projekt muss öffentlich ausgeschrieben werden. Zudem soll die Gewerbetreibenden in Schwenningen in einer schwierigen Zeit unterstützt werden. Helga Baur (Grüne) wies darauf hin, dass im WTVS-Aufsichtsrat in einer Zeit für die Investition gestimmt wurde, als die finanzielle Lage „super“ war. Matthias Hoppe (Freie Wähler) konnte sich vorstellen, mehr Bäume aufzustellen, doch letztendlich möchte Oberbürgermeister Jürgen Roth die Anschaffung noch durchbringen. Er setzte den Punkt ab, um die Fragen zu beantworten. Auch er verwies auf die schwierige Situation des Handels.

Kürzere Weihnachtsmärkte

Zudem müssen die Gewerbetreibenden eine Verkürzung des Weihnachtsmarkts in Kauf nehmen. Die private Messegesellschaft, die auch die Südwestmesse organisiert, hatte mitgeteilt, dass sie 2020 aus finanziellen Gründen die zwei zehntägigen Weihnachtsmärkte nicht durchführt. Nun springt die Stadt ein und organisiert zwei verkürzte dreitägige Veranstaltungen, sollte es die Corona-Krise zulassen.

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