Auf Zustimmung und Begeisterung stießen die Pläne des Landes Baden-Württemberg für den Neubau des Amtsgerichts in Villingen bei den Stadträten im Technischen Ausschuss. Die Architekten des Freiburger Büros Sacker bekamen für ihren städtebaulichen Vorentwurf, der im Ausschuss präsentiert wurde, viel Lob.

Diese Planskizze zeigt oben die drei Baukörper des künftigen Amtsgerichtsgebäudes zwischen Kaiserring (links) und Brigach (rechts). ...
Diese Planskizze zeigt oben die drei Baukörper des künftigen Amtsgerichtsgebäudes zwischen Kaiserring (links) und Brigach (rechts). Unterhalb des kleinen Innenhofes wird eine Brandmauer gebaut, die die unten eingezeichnete Wohnbebauung schützen soll. Die Zufahrt für Strafgefangene, die dem Gericht zugeführt werden, erfolgt von hinten über den Eingang auf der Brigachseite in den Innenhof. | Bild: Sacker Architektur GmbH

„Ich bin positiv überrascht von diesem Baukörper. Mir gefällt es sehr gut“, kommentierte Dietmar Wildi (CDU) den mehrgliedrigen Entwurf. „Toll, was da entsteht“, sagte auch die grüne Fraktionssprecherin Ulrike Salat. Besonders erfreut äußerte sie sich über die ökologische Ausrichtung mit einer Holzfassade und eine Photovoltaikanlage, die sowohl auf dem Dach wie an Außenfassaden installiert werden soll. „Auch mir gefällt es gut. Das wird kein Glaskasten“, bekundete Edgar Schurr (SPD).

„Strukturell ein schlüssiges Konzept“, würdigte der beratende Architekt Olaf Wuttge-Greimel die Architektenpläne. Er lobte das Land, das keine Kosten gescheut und für diesen Neubau einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben hatte. Davon werde die Stadt mit einer ansprechenden Architektur profitieren. Er regte außerdem an, einen Teil der Außenfassade mit Efeu zu begrünen.

Hier die Rückseite des geplanten Neubaus von der Brigach betrachtet. Die maximale Gebäudehöhe liegt bei 15 Metern. In Richtung ...
Hier die Rückseite des geplanten Neubaus von der Brigach betrachtet. Die maximale Gebäudehöhe liegt bei 15 Metern. In Richtung Nachbarschaftsbebauung in der Postgasse (rechts) wird die Gebäudehöhe um ein Stockwerk reduziert. | Bild: Architekturbüro Sacker

Beeindruckt äußerte sich auch Andreas Flöß (Freie Wähler). Er mahnte an, eventuell auf die angedachte Photovoltaik an der Außenfassade zu verzichten, weil ja das Gebäude nach Norden ausgerichtet ist und im Süden unmittelbar eine andere Bebauung anschließt. Die PV-Anlage nach Norden mache wohl wenig Sinn und sollte nicht die gelungene Architektur trüben. Stadträtin Ulrike Salat mahnte an, für die Fassade heimisches Holz zu verwenden.

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Thomas Steier, der Leiter des Landeshochbauamtes (“Vermögen und Bau“) mit Sitz in Konstanz erklärte, das Land sei bestrebt, seine Hochbauten so energieautark wie möglich zu gestalten. Deshalb soll möglichst auch die Außenfassade für PV-Module genutzt werden. Hier werde die Planung noch im Detail verfeinert und optimiert.

Die Herkunft des Holzes für die Fassade, so betonte er, könne das Land aufgrund geltender Wettbewerbsregeln, nicht bestimmen. Doch die Chancen, dass ein heimischer Anbieter zum Zuge komme, beurteilte er als gut.

Einstimmig votierten die 15 Ausschussmitglieder für den vorgelegten Architektenentwurf.