Mit Verkehr überlastete Fußgängerzonen in Villingen und Schwenningen, schöne Café-Sitzplätze, an denen die Lieferfahrzeuge vorbeidrängeln, Unsicherheit und Gefahren für ganz junge und ältere Stadt-Bummler. Jetzt gibt es für diese Probleme eine Lösung: Die neue CityLogistik des SÜDKURIER.

Video: Matthias Jundt

Maßgeschneidert für den entspannten Kontakt zwischen Kunde und Händler radeln SÜDKURIER-Kuriere längst nicht mehr nur in der Früh´ mit der Zeitung von Haus zu Haus. Die Zustellung verbindet auf diese Art die Geschäftswelt mit den Privatadressen der Menschen, die sich dafür entscheiden, ihr Einkäufsbudget bewusst am Wohnort zu investieren.

Bild: Matthias Jundt

Viele VS-Bürger ärgern sich seit langem: Vor allem die Fußgängerzone wird von größeren Lieferfahrzeugen von früh bis 11 Uhr dauerbelastet. Ist dann noch Wochenmarkt wie derzeit in Riet- und Obere Straße, dann wird es manchmal fast unerträglich beim City-Freiluft-Cappuccino oder ganz einfach bei der Einkaufstour zu Fuß von Händler zu Händler. Im Oberzentrum gärt die Problamatik ungelöst seit Jahren – bei steigenden Verkehrsfrequenzen auch in der eigentlich Fußgängern und Radlern vorbehaltenen City-Zone.

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Wie können Händler sich hier einerseits beliefern lassen, ohne selbst zum Stein des Anstoßes zu werden und wie andererseits können sie vom VS-Ladengeschäft aus direkt ihren Kunden die Ware nach Hause bringen? Genau hier bringt die City-Logistik des SÜDKURIER nun die Lösung: Lastenfahrräder.

Im Medienhaus aus Konstanz gibt es reichlich Erfahrung mit dieser Herausforderung. In der Bodenseestadt laufen solche Transporte bereits erfolgreich. Und in Villingen-Schwenningen ist nun ebenfalls der Startschuss gefallen. Von Jens Kluzik, von der SÜDKURIER-CityLogistik, mit Heinrich Riethmüller von der Osiander-Geschäftsleitung und Ulrike Eppel, Filialleiterin des Villinger Buch-Fachgeschäfts Osiander, sind nun die ersten Fahrrad-Lieferungen losgeschickt worden.

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Heinrich Riethmüller ist von dem Konzept überzeugt. „Wir liefern sehr nachhaltig zum Kunden und sind damit auch schneller als Internet-Anbieter“, sagt er an diesem sonnigen Morgen im Herzen der Villinger Innenstadt. Er nennt ein Beispiel, wie rasch Osiander und SÜDKURIER ein beispielsweise digital oder per Telefon bestelltes Buch nach Hause zum Kunden bringen: „Geht die Order bis 10 Uhr bei uns ein und ist das Buch bei uns vorrätig, dann sind wir am selben Tag mit dem SÜDKURIER-Service zu Hause bei unserem Leser.“ Und weiter der Osiander-Chef: „In allen anderen Fällen sind wir am Folgetag vor Ort“, vorausgesetzt die Bestellung liegt beim Buchhändler bis 18 Uhr vor.

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Die Liefer-Touren werden mit Elektrobikes bewältigt, die zusätzlich zur vorne montierten Ladekiste auch noch einen beladenen Hänger ziehen können. „Zehn Bücher je Stunde können wir ausliefern“, sagt Jens Kluzik vom SÜDKURIER und tritt am Premierentag in Villingen auch persönlich in die Pedale, beschützt mit Helm, wie alle angestellten Fahrer, die auf diese Weise das neue Dienstleistungsteam bilden. Und was zahlt ein Buchbesteller für diesen Service bis zur Haustüre? „Nichts“, lächelt Heinrich Riethmüller. Und Jens Kluzik ergänzt: „Für so rasche Dienste bezahlen Kunden im Internet im Regelfalls Geld – bei uns ist das kostenlos.“

CityLogistik aus dem Hause SÜDKURIER funktioniert aber auch so: Ein Händler bekommt morgens immer eine Kiste mit Waren, früh morgens klingelt der Sprinterfahrer am Geschäft. Er muss aber nicht bis zur Ladentüre fahren, kann vielmehr das Paket dem SÜDKURIER übergeben. CityLogistik radelt die Fuhre dann termingerecht zum Händler ans Geschäft, der seinerseits zuhause mehr Zeit hat für Kinder, Frühstück oder eine Stunde Homeoffice.

Jens Kluzik sagt, „mindestens 30 Prozent aller gewerblichen Transporte lassen sich per Lastenrad erledigen – in jeder Stadt“. Der Start in Villingen-Schwenningen soll Einstieg in eine neue Zeit sein. Weniger Umweltbelastung, sicherere und lebenswertere Innenstädte. Und schneller als ein Kleinlastwagen, der sich durch Menschengruppen in der Stadt schlängeln soll, ist ein E-Bike-Transport auf Kurzstrecken sowieso. „Bis der Lastwagen aus der Fußgängerzone draußen ist, haben wir längst beim Kunden daheim geklingelt“, sagt Kluzik.

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Filialleiterin Ulrike Eppel packt drei Bücherpäckchen in eine Schutzkiste und Jens Kluzik klappt den Fahrradständer hoch. Log geht die Fahrt. Derzeit noch im engeren Stadtgebiet „und nicht in die weiter entlegenen Ortschaften“, betont Ulrike Eppel. CityLogistik ist für die sogenannte letzte Meile einer Lieferkette da. Osiander-Geschäftsführer Heinrich Riethmüller freut sich, dass die Buchhandlung jetzt diesen schonenden Service anbieten kann. „Unsere Bürger und die schönen Innenstädte haben das ja auch vedient“, fügt Jens Kluzik hinzu.

Wer sich für den Service interessiert findet alle Informationen und Kontaktmöglichkeiten hier: http://www.sk-citylogistik.de