„Die Truppen heim, den Platz fort“ – Der Protest gegen den geplanten Truppenübungsplatz der Bundeswehr in VS-Tannheim ist nun sichtbar geworden. Die Gruppe um Jonas Brian und seine Freunde aus Villingen-Schwenningen, die zu Beginn der Coronakrise mit einer Briefaktion für Menschen in Seniorenheimen aufgefallen waren, haben Protestbanner am Ortseingang von Tannheim angebracht.

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Es soll verhindert werden, dass künftig dort, wo Kinder mit Krebs oder Mukoviszidose sowie deren Familien behandelt werden, Übungen der Soldaten stattfinden. Notwendig wurde die Suche nach einem größeren Standortübungsplatz, weil endgültig 2016 die Immendinger Garnison aufgelöst würde und das Gelände des Truppenübungsplatzes an die Daimler AG verkauft wurde. Der Stuttgarter Autobauer hat dort inzwischen für rund 200 Millionen Euro ein Testgelände eingerichtet

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Auf der Instagramseite Unserjahrzehnt zeigen sie Bilder der Aktion mit einem Verweis zur Petition, die den Truppenübungsplatz verhindern soll. Neben den Kindern, sorgen sich die Protestler auch um Anwohner und den Artenschtutz. Das Vogelschutzgebiet könne unter dem Übungsplatz und der dazugehörenden Logistik leiden. Auch die Landwirte, so die Gruppierung weiter, fürchteten Auswirkungen auf die Haltung ihrer Schweine und Rinder.

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Bild: Hahne, Jochen

Auch die Nachsorgeklinik in Tannheim möchte die dauerhafte Präsenz der Bundeswehr künftig verhindern. Co-Geschäftsführer Thomas Müller hatte im SÜDKURIER kürzlich gesagt, dass der Widerstand aus der Region allein die Bundeswehr nicht zum Einlenken bewegen werden. Es müsse direkt Druck auf Berlin erzeugt werden. Derzeit hat die Petition, zu der Müller auch ehemalige Patienten der Klinik, die aus ganz Deutschland kommen, aufruft, 5300 Unterstützer (Stand: 4. August 2020).

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