Unermüdlich tätig waren die ehrenamtlichen Helfer des Freundeskreises Oradea/ VS-Villingen auch im Jahre 2019 wieder, um unzähligen immer noch bedürftigen Menschen in Rumänien zu helfen. Rund 600 Tonnen Hilfsgüter wurden innerhalb eines Jahres eingesammelt, sortiert, verpackt und mit insgesamt 31 Sattelschleppern abtransportiert, wie bei der Jahreshauptversammlung belegt werden konnte.

Kliniken ausgestattet

Mit Krankenbetten und Klinikbedarf wurden Kliniken ausgestattet, mit ausgemusterten Büromöbeln sozial genützte Gebäude eingerichtet, mit gut erhaltenen Schulmöbeln die „Deutsche Schule“ neu möbliert, Kinderheime und ein Straßenkinder-Projekt mit Lebensmitteln und Kleidung versorgt, sowie Baumaterial zu den Armenvierteln am Stadtrand von Oradea gebracht.

Große Freude herrscht in einem Kinderheim über gespendete Schlümpfe- Lämpchen. Bilder: Irmgard Rösch
Große Freude herrscht in einem Kinderheim über gespendete Schlümpfe- Lämpchen. | Bild: Irmgard Rösch

Zwei weitere Kinderheime

Soziale Einrichtungen, wie kirchlich organisierte Altenheime, von denen die meisten Bewohner nur geringe oder gar keine Rente bekommen, können ohne Hilfe aus dem Ausland nicht fortbestehen, wie die Verantwortlichen immer wieder bestätigen. Einige Projekte konnten erfolgreich beendet werden, zwei Kinderheime kamen neu hinzu, wie Irmgard Rösch in ihrem Tätigkeitsbericht hervorhob.

Auch Kinder helfen mit

Mit der großen Kinderpäckchen-Aktion der Schulen und Kindergärten von St. Georgen und der Südstadtschule Villingen zu Weihnachten, sowie der großangelegten Hilfsaktion der Grundschule Brigachtal an Ostern mit Päckchen und von den Kindern erarbeiteten Spendengeldern, konnte das Villinger Fahrerteam unbeschreiblich viel Freude, sowohl zu den Kindern der Deutschen Schule, als auch zu den Heim-und Straßenkindern nach Oradea bringen.

Bild: Irmgard Rösch

Hilfe für Karpatendörfer

Der Caritas, dem Deutschen Forum, sowie mehreren verarmten Karpatendörfern half der Freundeskreis gezielt mit Kleidung, Schuhen, Haushaltsgegenstände und Möbel, auch Fahrräder sind immer heiß begehrt.

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Sehr dankbar ist auch Schwester Renate, die sich neben ihrem Behinderten-Kindergarten auch für die Landpfarrer in der Umgebung von Oradea einsetzt. Wenn ein Laster mit Hilfsgütern aus Villingen ankommt, ist ihr Lager jeweils nach drei Tagen wieder völlig leer, wie sie berichtet. Außerdem setzt sie sich auch für Obdachlosen- und Romafamilien ein, die in armseligen selbstgezimmerten Hütten am Stadtrand leben. Bei jedem Hilfstransport begleitet sie, zusammen mit Romaführer Lakatos, das Villinger Helferteam dorthin, wo die Menschen in menschenunwürdigen Verhältnissen leben und für jede Hilfe unendlich dankbar sind.

Hilfe für verlassene Babys

Ein weiteres Hilfsprojekt des Freundeskreises ist das Kinderheim Distofici in Temesvar, wo nach der Geburt in den Kliniken zurückgelassene Neugeborene Aufnahme finden, bis sie in eine Pflegestelle vermittelt werden können. Das Kinderkleidermarkt-Team von St. Bruder Klaus unter Leitung von Christine Disch hilft hier, sowie in der Kinderklinik in Oradea.

Altenheim mit aufgebaut

Hilfsgüter erhält bei jedem Transport auch das Altenheim „Christiana“ in Brasov/Sacele, welches der Freundeskreis maßgebend mit aufgebaut hat. Bertold Hettich, der dem erweiterten Vorstand des Altenheims angehört, berichtete eingehend über dort aufgetretene Führungsprobleme, die eine zusätzliche, aber erfolgreiche Fahrt zur Mitgliederversammlung, in Begleitung von Geschäftsführerin Irmgard Rösch notwendig machte.

Eine Ärztin aus der Landgemeinde Mariental nahe Brasov verdankt ebenfalls die gesamte Einrichtung ihrer Praxis, sowie die ständige weitere Unterstützung mit notwendigen Hilfsmitteln dem Villinger Helferkreis.