Seit 14 Jahren sucht die Talentshow „Deutschland sucht den Superstar“ Gesangstalente im ganzen Land. Jetzt wurde sie in Villingen fündig: Bei einem offenen Vorsingen am Riettor konnte sich am Freitag  jeder Sänger einer fachkundigen Jury präsentieren. Aber ganz ernst schienen es nicht alle zu nehmen, die sich auf dem Volksbank-Vorplatz am Freitag versammelt hatten.

Bereits vor dem Start um 14 Uhr strömen viele Schaulustige auf die Fläche vor dem Riettor. Nicht alle Tage gastiert die berühmte Casting-Show in der eher beschaulichen Altstadt Villingens. Mit blau-weißen Fahnen und zwei großen Trucks macht das offene Casting auf sich aufmerksam. Schnell wächst eine beachtliche Schlange vor dem Anmelde-Wagen an.

Die prominente Jury um Dieter Bohlen ist dabei aber nicht vor Ort. Sehr zum Bedauern der zahlreich angereisten Teilnehmer. „Ich verfolge ,Deutschland sucht den Superstar‘ schon seit Jahren. Es war schon immer ein Jugendtraum, daran teilzunehmen. Ich hoffe natürlich, dass ich weiterkomme“, erzählt der 27-jährige Gastronom Alexander Grujic. Seit er 13 Jahre alt ist, singt er und spielt leidenschaftlich Gitarre.

Während die Talente auf ihren großen Auftritt warten, singen sich einige lautstark ein. „Das war ja richtig gut“, staunt ein weiterer Musiker nicht schlecht und applaudiert begeistert. Von einem Konkurrenzkampf kann nicht die Rede sein. Die Teilnehmer plaudern locker miteinander und wünschen sich viel Erfolg. Vereinzelt singen sie sogar ein Duett miteinander. Die Stimmung ist von Anfang an außergewöhnlich. Gesungen wird dann aber in den weißen Trucks. Von außen ist nichts zu hören. Laut wird es zum ersten Mal, als die erste Sängerin erfolgreich den Truck verlässt. „Ich habe es geschafft“, ruft sie überglücklich.

Camila Stephanie Rodriguez aus Titisee-Neustadt konnte bereits einige Casting-Erfahrungen sammeln. Sie nimmt zum zweiten Mal an der Gesangsshow teil. Dieses Jahr will sie es erneut wissen. „In der letzten Staffel war ich sogar im Recall. Dieter Bohlen war richtig cool. Ich will noch weiterkommen“, erklärt sie selbstbewusst. Ein bisschen nervös ist sie dann aber auch. „Ich halte schon die ganze Zeit meine Hände ganz fest, damit sie nicht zittern“, schmunzelt Camila über sich selbst. Zur Unterstützung hat sie ihre ganze Familie mitgenommen.

No limits – also keine Grenzen – heißt erneut das Motto von Deutschland sucht den Superstar. Teilnehmen darf jeder, der 16 Jahre alt ist. Ob jung oder alt – alle Altersgruppen sind bei der Vor­auswahl gut vertreten. Und auch die Musikauswahl liegt ganz in den Händen der Teilnehmer.

Zurück zu Alexander Grujic, dem Gastronomen aus Mönchweiler: Für ihn hat es leider nicht ganz gereicht. Mit Liedern von Bon Jovi und Jürgen Drews wollte er die Jury von sich überzeugen. „Als ich dann auf dem Stern stand, wurde ich ziemlich nervös. Aber es hat wirklich großen Spaß gemacht. Die Musikredakteure haben mir auch noch einige Tipps gegeben, wie ich es besser machen kann“, erzählt er. Er ist dennoch froh, teilgenommen zu haben.

Wer sein Glück erneut versuchen will, kann am heutigen Samstag, 17. September, dem DSDS-Truck in der Landeshauptstadt am Maritim-Hotel in der Stuttgarter Seidenstraße einen Besuch abstatten.