Freunde, Kenner und Genießer hochwertiger Musik sollten sich den Termin im Kalender schon einmal rot markieren. Vom 3. bis 10. September findet in St. Georgen der 15. Bergstadtsommer statt. Festivalleiter Karsten Dönneweg stellte jetzt das Programm vor, bei dem vom ersten bis zum letzten Ton Vollgas gegeben wird.

Bürgermeister Michael Rieger ist sehr glücklich, dass das einwöchige Musikfestival in der Bergstadt stattfindet. In diesem Jahr hätten die Menschen sicher besonderen Bedarf. „Die Menschen brauchen das, einen Abend abschalten und genießen bei schöner Musik.“

„Die Menschen brauchen das“

Er dankte dem Festivalleiter, dass er dieses qualitätsvolle Musikprogramm in diesem Jahr bereits zum 15. Mal nach St. Georgen bringt. „Der Bergstadtsommer braucht Vergleiche mit Veranstaltungen in größeren Städten keineswegs zu scheuen“, betonte Rieger.

Karsten Dönneweg sagte: „Wir fühlen uns in St. Georgen immer sehr willkommen.“ Die Musiker reisen speziell für dieses Event in den Schwarzwald: „Berufsmusiker leben in Großstädten, da genießen sie die frische Schwarzwaldluft ganz besonders“, weiß der St. Georgener, der seinen Lebensmittelpunkt selbst seit vielen Jahren in Düsseldorf hat.

Dönneweg freut sich, dass die Sponsoren, ohne deren Unterstützung ein solches Festival nicht vorstellbar sei, auch während der schwierigen Pandemiezeit die Treue gehalten habe.

Hochkarätige Künstler füllen das Programm

Für das Programm hat Karsten Dönneweg hochkarätige Künstler gewinnen können. „Höhepunkt wird das Abschlusskonzert mit dem Schwarzwald Kammerorchester“, schwärmt er bereits jetzt mit Blick auf Samstag, 10. September.

  • 3. September: Das Auftaktkonzert am Samstag, 3. September, in der Stadthalle wird das David Gazarov Trio und das Dönneweg Quartett gestalten. „Hier trifft Jazz auf Klassik, es wird einfach gute Musik und tolle Unterhaltung“, verspricht Karsten Dönneweg.
  • 4. September: Auch das Buchenberger Kirchlein wird in diesem Jahr wieder einer der Aufführungsorte sein. In den vergangenen Jahren musste das Kirchenkonzert pandemiebedingt aufgrund der beengten Platzverhältnisse in die Lorenzkirche verlegt werden. Am Sonntag, 4. September, wird dort der Tenor Gregor Jenne im Mittelpunkt des einstündigen Kammerkonzerts stehen.
  • 7. September: Am Mittwoch, 7. September, wird in der Festhalle Furtwangen ein klassisches Konzert mit Musikern des Schwarzwald-Kammerorchesters aufgeführt.
  • 8. September: Am Donnerstag, 8. September, wird ein Ensemble der Jugendmusikschule in der Stadthalle das Kinderkonzert „Post für den Tiger“ aufführen. Elias Zuckschwerdt, Leiter der Jugendmusikschule, bezeichnet den Bergstadtsommer als „einschneidendes Erlebnis und einmalige Gelegenheit für Musikschüler, wenn sie hautnah miterleben können, wie große klassische Werke aufgeführt werden.“

    Am Abend wird dann mit Tim Ströble ein ehemaliger St. Georgener in der alten Güterhalle am Bahnhof gastieren. Gemeinsam mit Felix Borel auf der Violine spielt Ströble am Cello Werke von Bach, Tom Jones und AC/DC und verbindet damit scheinbar Widersprüchliches mit Eigenkompositionen. Dazu sorgt das Duo unter Einsatz technischer Verfremdungen für einzigartige Hörerlebnisse.
  • 9. September: Bereits ein Klassiker beim Bergstadtsommer ist das Konzert der Soul Diamonds, die am Freitag, 9. September, ihre rhythmischen Soul-, Funk- und R&B-Klänge im Technikmuseum in der Industriestraße hören lassen werden.
  • 10. September: Für das große Abschlusskonzert wird ein Projektorchester, das sich aus Mitgliedern führender deutscher Berufsorchester zusammensetzt und von Karsten Dönneweg persönlich dirigiert wird, die Mahler Sinfonie Nr. 4 aufführen. Schon das allein, so der Organisator, sei etwas Herausragendes.
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„Meines Wissens wurde beim Bergstadtsommer noch nie ein Werk von Gustav Mahler aufgeführt“, sagte Dönneweg. Als Sahnehäubchen für diese schon für sich allein erstklassige Darbietung wird mit Christina Landshamer eine der weltweit gefragten Konzert- und Opernsängerinnen den Sopranpart des viersätzigen Werks übernehmen.

Wie werden Künstler in die Bergstadt gelockt?

Wie schafft man es, eine Vielzahl erstklassiger Berufsmusiker, Ensembles und dazu mit Christina Landshamer eine international erfolgreiche Sängerin nach St. Georgen zu holen?

„Hinter dem Bergstadtsommer steht natürlich die Basisfamilie Dönneweg. Und damit verbunden auch viele Freunde und freundschaftliche Beziehungen zu Musikern und Solisten, die in irgendeiner Beziehung zu uns stehen“, verrät Dönneweg das Geheimnis.