Ein Sicherheitsanzug für Motorradfahrer, ein Kühl- und Wärmesystem für Betten oder eine Sprach-App, mit der Sprachbarrieren im Schulunterricht überwunden werden sollen – an Ideen mangelt es den Schülern nicht, die im Technologiezentrum an Startup-Ideen tüfteln. Vier 9. und 10. Schulklassen der Real- und der Werkrealschule lernten in dieser Woche bei der vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau initiierten Landeskampage „Start up BW“ die Grundlagen einer Unternehmensgründung mit einer erfolgversprechenden Geschäftsidee. Und präsentierten diese Ideen vor einer Fachjury.

Die Fachjury, bestehend aus Frank Obergfell (links), Erwin Müller und Marcel Trogisch hören sich die Präsentationen genau an und bewerten die Ergebnisse kritisch. Bild: Roland Sprich
Die Fachjury, bestehend aus Frank Obergfell (links), Erwin Müller und Marcel Trogisch hören sich die Präsentationen genau an und bewerten die Ergebnisse kritisch. Bild: Roland Sprich

In den jeweils eintägigen Workshops durchlebten die Schüler die ersten Phasen einer Unternehmensgründung hautnah. Einzige Vorgabe: Die Lösungen sollten für normale Alltagsprobleme entwickelt werden. Die Schüler entwickelten Geschäftsideen und erstellten ein Businesskonzept und eine Marketingstrategie. Höhepunkt des ganztägigen Aktionstages war jeweils die Präsentation der Geschäftsidee vor einer fachkundigen Jury. Diese war an den einzelnen Tagen besetzt mit Geschäftsführern St. Georgener Unternehmen, die sich Zeit nahmen und die jeweiligen Projekte aus unternehmerischer Sicht kritisch bewerteten. „Es geht darum, durch die ehrliche Kritik noch besser zu werden“, wie einer der Projektbetreuer sagte. Drei Minuten hatten die Teams Zeit, ihre Innovation zu präsentieren. Dabei mussten sich die Schüler auf die wesentlichen Aspekte fokussieren. Die Herangehensweisen waren unterschiedlich, einige skizzierten ihre Idee, andere bauten ein Modell mit Legobausteinen.

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Die Jury, in der unter anderem Martin Zimmermann (Imsimity), Frank Obergfell (OTG Technologie Group), Erwin Müller (Gründer M&M Software), Robert Rettich (Prokurist bei J.G. Weisser) sowie Vertreter der Industrie- und Handelskammer (IHK) saßen, bewerteten die Präsentationen und fühlten auf den Zahn. „Weshalb sollen die Menschen euer Produkt kaufen?“, „Wie ist die Kalkulation?“, „Weshalb habt ihr euch diesen Vertriebsweg ausgesucht?“. Je ein Team pro Tag kam eine Runde weiter. Am Ende wird ein Sieger gekürt.

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