Seit mehr als einer Woche sind Boris Pokupec und Sonja Keinhorst aus Brigach unterwegs, um als einziges deutsches Team am Panda Raid, einer Rallye nur für Fiat Panda, teilzunehmen. Am Freitag startete die Rallye in Madrid. Inzwischen sind die 450 Teilnehmer auf dem afrikanischen Kontinent unterwegs.

Video: Keinhorst

Den ersten Strafzettel gab es schon in Freiburg

Schon die Fahrt zum offiziellen Startpunkt der Rallye, einer Rennstrecke in Madrid, hatte es in sich. Bereits in Freiburg, als das Team in einem Baumarkt noch letzte Utensilien kaufen musste, kassierten sie den ersten Strafzettel wegen Parkens ohne Parkscheibe. Und ebenfalls in Freiburg wurden sie "geblitzt", was Sonja Keinhorst in ihrem Reisetagebuch ironisch mit "letztes Foto in Deutschland" festhielt. Die Ursache für ein metallisches Klappern am Fahrzeug konnte das Team unterwegs nicht lösen. "Aber so lange es klappert, ist das Teil wenigstens noch da", so die fachmännische Einschätzung.

Das könnte Sie auch interessieren

"Der wahre Sinn des Panda Raids ist die Gemeinsamkeit"

Nach dreitägiger Anreise durch Frankreich, wo das Team einige Zwischenstopps einlegte, um die Landschaft zu genießen und die optimale Schlafposition auf der Liegefläche herauszufinden ("mit dem Kopf Richtung Lenkrad, aber die Hupe abstellen"), erreichte das Team die Rennstrecke. Dort fand die technische Abnahme statt und das Team durfte das ersehnte Roadbook in Empfang nehmen, in dem die Route aufgezeichnet ist. Zudem wurden die übrigen Rallyeteilnehmer "beschnuppert" und über die technischen Besonderheiten der Fahrzeuge gefachsimpelt.

Etwa 450 Teilnehmer aus ganz Europa nehmen am Pandaraid teil. Und die St. Georgener mittenrdin. Boris Pokupec am grünen Skywalk-Panda mit der Startnummer 10 in der Bildmitte.
Etwa 450 Teilnehmer aus ganz Europa nehmen am Pandaraid teil. Und die St. Georgener mittenrdin. Boris Pokupec am grünen Skywalk-Panda mit der Startnummer 10 in der Bildmitte. | Bild: Sonja Keinhorst

"Von anderen Rallyeteilnehmern wurden wir wegen unseres Schlafplatzes bereits beneidet. Und als sie die Standheizung entdeckten, flippten sie komplett aus", beschreibt Boris Pokupec. Was sie schnell festgestellt haben ist auch die Tatsache, "dass der wahre Sinn des Panda Raids die Gemeinsamkeit ist." Man ist sich auch bei der Übersetzung des Roadbooks und den täglichen Briefings behilflich, die nur in spanisch stattfinden.

Video: Keinhorst

Strenge Regeln machen Zusammenarbeit besonders wichtig

Inzwischen ist das Duo mit dem Teamnamen "Skywalk" auf dem afrikanischen Kontinent angekommen und navigiert sich durch die Landschaft.

Nichts als Staub und Geröll sehen die beiden Rallyefahrer, seit sie auf dem afrikanischen Kontinent angekommen sind.
Nichts als Staub und Geröll sehen die beiden Rallyefahrer, seit sie auf dem afrikanischen Kontinent angekommen sind. | Bild: Boris Pokupec

Was die beiden schnell bemerkt haben ist die Tatsache, dass Pilot und Copilot gut zusammenarbeiten müssen. "Manche Passagen haben Geschwindigkeitslimits oder Durchschnittsgeschwindigkeiten. Bei einem Verstoß gibt es Punkteabzug. Beim dritten Verstoß droht die Disqualifizierung", beschreibt Keinhorst die strengen Regeln.

Die Brigacherin Sonja Keinhorst übersetzt das Roadbook, das die Toureninformationen für die Teams nur auf Spanisch enthält.
Die Brigacherin Sonja Keinhorst übersetzt das Roadbook, das die Toureninformationen für die Teams nur auf Spanisch enthält. | Bild: Boris Pokupec

In vier Tagen, am Samstag, 16. März, erreichen Boris Pokupec und Sonja Keinhorst das Ziel Marrakesch in Marokko. Auf die Platzierung kommt es ihnen nach eigener Aussage gar nicht mal an. "Hauptsache, wir und der Panda halten bis zum Ende durch."

Video: Keinhorst