Der Geschäftsführer der Schwenninger Wild Wings, Christoph Sandner, war jetzt zusammen mit seinem Führungsteam und den beiden Teamärzten Klaus Götz und Ladislav Plesak bei Landrat Sven Hinterseh (CDU) und dem Leiter des im Landratsamt ansässigen Gesundheitsamtes, Jochen Früh, um ihnen das Hygienebetriebskonzept zur Nutzung der Helios Arena für die kommende Eishockeysaison mit Zuschauern vorzustellen.

„Sehr gewissenhaft“

Landratsamt und Wild Wings Wings stellen das Konzept nicht der Öffentlichkeit vor. In einer Mitteilung der wird stattdessen formuliert, der „intensive fachliche Austausch hat aufgezeigt, dass die Verantwortlichen der Schwenninger Wild Wings sehr gewissenhaft das Hygienebetriebskonzept aufgestellt haben und dies eine gute Grundlage für den Spielbetrieb in der kommenden Saison sein kann“.

Novellierung abwarten

Voraussetzung hierfür sei, so heißt es am Freitag weiter, „dass die rechtlichen Rahmenbedingungen von Bund und Land eine Spielrunde vor Zuschauern ermöglichen“. Landrat Hinterseh wolle „nun die Novellierung der Corona-Sportverordnung des Landes, die in den kommenden Wochen angekündigt ist, abwarten“. Was ist der Mitteilung verschwiegen wird: Kultusministerin Eisenmann (CDU) hat sich skeptisch dazu geäußert, ob Zuschauer bald wieder ins ffene Fußballstadien zurückkehren sollten.

Das Beispiel Profifußball

Der Schutz vor Infektionen gehe vor. Von der Landespresse wird sie jetzt so zitiert: „Wir haben steigende Infektionszahlen und wir haben alle gemeinsam eine hohe Verantwortung, Menschenansammlungen so weit wie möglich zu vermeiden.“ Der Zusatz für Eishockey und andere Saalsportarten: Wichtig sei es, bundesweit einheitliche Lösungen zu haben. „Ich finde es schwierig, wenn der eine Club Unterstützung hat und der andere nicht. Das ist auch eine Frage des Wettbewerbs“, sagte sie.

Lösung „mit Maß und Mitte“

Sollte es keine bundesweit einheitliche Lösung geben, verspricht Ministerin Eisenmann für Baden-Württemberg eine Gesamtlösung mit „Maß und Mitte.“ Der Fußball-Bundesligist SC Freiburg geht aktuell von 500 Zuschauern pro Spiel aus. Das hält die Ministerin für eine realistische Obergrenze: „Das sind die Regeln in Baden-Württemberg für Veranstaltungen, nicht für Sport, sondern insgesamt.“ Der Freiburger Bundesligist traut sich allerdings auch zu, einen Spieltag mit anfangs 20 bis 30 Prozent der maximalen Zuschauerkapazität „gut und sicher zu organisieren“, so SC-Vorstand Oliver Leki.

Nicht nur Fußball im Blick

Dies würde einer Zulassung von 4800 bis 7200 Zuschauern entsprechen. Als Sportministerin sei es ihr aber auch ein Anliegen, die anderen Sportarten zu berücksichtigen, die von Zuschauereinnahmen lebten, so Eisenmann: „Deshalb müssen wir einen Blick auf den Sport insgesamt haben und nicht ausschließlich und nur vom Fußball sprechen.“ Was eine Obergrenze von 500 Fans in einem Freiluftstadion für eine geschlossene Halle wie in VS bedeutet, bleibt damit offen. Bei den Wild Wings geht man von einem Spielbetrieb ab dem 13. November aus. Monate später also wie sonst bislang.

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