Wenn das neue Schuljahr beginnt, dann wird die Klasse 3c im ehemaligen Gummibärchengeschäft an der Berneckstraße einziehen. Seit Jahren leidet die Berneckschule unter Raumnot. Im kommenden Frühjahr werden neue Klassenzimmer in einem Anbau in Modulbauweise bereitstehen.

Die Schulmöbel sind schon drin: Im ehemaligen Fruchtgummiladen erinnert noch ein grünes Gummbärchen an die frühere Funktion.
Die Schulmöbel sind schon drin: Im ehemaligen Fruchtgummiladen erinnert noch ein grünes Gummbärchen an die frühere Funktion. | Bild: Martin Himmelheber

Bis dahin wird die Schule den Pavillon an der Berneckstraße nutzen. „Die Genehmigung des Schulamts dazu ist inzwischen eingetroffen“, so Fachbereichsleiterin Susanne Gwosch. Auch den Saal der Heilig-Geist-Kirche kann die Schule für den Musikunterricht nutzen. „So bleiben den Kindern und Lehrern lange Wege durch die Stadt erspart.“

Auswirkungen des Lehrermangels

Weil die Berneckschule bei der Lehrerzuweisung nicht die erforderlichen Lehrkräfte bekommen wird, könne die Schule nicht alle Klassen bilden, wie es eigentlich wünschenswert wäre, so Gwosch. Grund sei der allgemeine Lehrermangel. Eine Willkommensklasse werde deshalb in diesem Schuljahr entfallen. „Das kommt uns andererseits bei der Raumfrage etwas entgegen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Nach Ansicht der geschäftsführenden Schulleiterin Tanja Witkowski ist der Wegfall der Willkommensklassen auch für die anderen Grundschulen ungünstig. In den Willkommensklassen würden Kinder unterrichtet, deren Deutschkenntnisse für den normalen Unterricht noch nicht ausreichend sind. „Gerade an der Berneckschule betrifft das viele Kinder“, so Witkowski.

„Keine Stunde drüber“

Auch hätten nicht alle Grundschulen solche Willkommensklassen und die Berneckschule übernehme diese Aufgabe jeweils für andere Grundschulen mit. Insgesamt, so Witkowski, sei die Lehrerversorgung „ein großes Problem“. An ihrer Tennenbronner Grundschule könne sie alle Stunden abdecken – „aber keine Stunde drüber“.

Wenn die Berneckschul-Module stehen, werden auf dem großen Parkplatz etliche Parkplätze entfallen. Diese sollen später auf dem Gelände der ehemaligen Postgaragen bereitgestellt werden. Bis dahin, so der Abteilungsleiter Tiefbau, Horst Bisinger, werde die Stadt einen Teil des bisher bewirtschafteten Schweitzer-Parkplatzes für Dauerparker freigeben.