Passanten hatten einen verzweifelt flatternden Jungvogel unter einem Dachvorsprung in rund sieben Meter Höhe entdeckt: Das Tier hatte sich in Plastikschnüren verheddert.

Sofort war klar, dass man den Jungvogel dort nicht qualvoll sterben lassen konnte. Ein Schicksal, das einen weiteren Jungvogel bereits ereilt hatte, wie sich bei der Rettungsatkion herausstellte. Das zweite Vögelchen hing, ebenfalls an dünnen Plastikschnüren, tot neben dem geretteten Tier.

Unter dem Dachvorsprung in rund sieben Meter Höhe wurde von der Feuerwehr der an dünnen Plastikschnüren hängende und verzweifelt ...
Unter dem Dachvorsprung in rund sieben Meter Höhe wurde von der Feuerwehr der an dünnen Plastikschnüren hängende und verzweifelt flatternde Mauersegler gerettet. Für ein weiteres Tier kam die Hilfe zu spät. | Bild: Gerd Jerger

Nach seiner Rettung wurde der Mauersegler von den Plastikfäden befreit und einem Experten zur weiteren Betreuung übergeben. Der tote Mauersegler wurde ebenfalls geborgen. Dabei zeigte sich, was zur Not der Tiere geführt hatte: Zum Nestbau hatten die Elterntiere Plastikteile und dünne Plastikfäden benutzt, die sich während der Aufzucht des Nachwuchses ganz offensichtlich um die Beine der Jungtiere gewickelt hatten.

Gefangen im Fadengewirr

Als diese nun flügge wurden und erste Flugversuche starten wollten, kamen sie nicht weit, sondern blieben an den Plastikfäden hängen. So gab es kein Vor und kein Zurück mehr. Dieser Vorgang zeigt, welch fatale Folgen achtlos weggeworfener Plastikmüll für die Tierwelt haben kann.

Übrigens keine Seltenheit. Auch die Feuerwehr-Kollegen aus Bad Säckingen mussten einen Mauersegler retten.

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