Ein halbjähriger, nicht ungefährlicher Einsatz in Mali steht den eng mit der Gemeinde verbundenen Soldaten der Niedereschacher Patenkompanie, der 4. Kompanie des Jägerbataillon 294 Donaueschingen bevor, eine Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen.

Verabschiedung im Rathaus

Anfang der Woche haben sich der Kompaniechef der Patenkompanie, Hauptmann Björn Kaszubski, Kompaniefeldwebel Yves Albrecht und die beiden für den Einsatz in Mali verantwortlichen leitenden Offiziere im Rathaus offiziell verabschiedet. Bürgermeister Martin Ragg betonte dabei, dass die Gemeinde und die Bürger hinter ihrer Patenkompanie stehen und hoffen, dass alle Soldaten gesund zurückkehren.

Ortsschild extra angefertigt

„In Gedanken sind wir bei ihnen“, so Ragg. Mit auf den Weg nach Mali geht ein für die Soldaten gefertigtes Ortsschild, das symbolisch den Weg von Niedereschach ins 3629 Kilometer entfernte malische Gao aufzeigt. Dieses Ortschild soll die Soldaten auch in Mali an ihre Patengemeinde Niedereschach erinnern. In Gao werden Soldaten stationiert sein und dort im Bereich der von der Bundesregierung zugesagten Aufklärung mit der Unterstützung eines Zuges aus Litauen aktiv sein. In erste Linie geht es dabei um den Schutz der eigenen Kräfte und der verschiedenen Lager. Mit den internationalen Einheiten in den verschiedenen Lagern wird man eng zusammenarbeiten. Patrouille-Fahrten außerhalb des Lagers gehören dazu. Hinzu kommt als Herausforderung die in Mali bevorstehende Regenzeit, die ohne Abwassersystem bewältigt werden muss, verbunden mit einem hohen Insektenaufkommen.

Aus früheren Einsätzen in Mali wissen die Soldaten, dass die malische Bevölkerung dankbar für den UN-Einsatz ist und speziell auch gegenüber den deutschen Soldaten sehr freundlich und tolerant ist. In Mali gibt es viele Christen, die bestimmende Religion ist jedoch geprägt von einem toleranten Islam, der es möglich macht, dass sich die verschiedenen Religionsgruppen untereinander achten.

Die Vorbereitungen für den Einsatz in Mali laufen schon seit Monaten. Die ersten Soldaten der Patenkompanie werden bereits in Kürze nach Mali fliegen, gefolgt von den restlichen Soldaten der Patenkompanie Mitte bis Ende März.