Im Rahmen einer Zwangsräumung eines Wohnhauses in Niedereschach sind am Freitagvormittag drei Polizeibeamte und ein sogenannter Reichsbürger leicht verletzt worden. Dem Zwischenfall gingen Verhandlungen mit dem Hausbesitzer voraus, an deren Ende dieser eigentlich eingewilligt hatte, das Objekt zu räumen.

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  • Störungen befürchtet: Da es bereits im Vorfeld zu Störungen von Amtshandlungen durch mehrere Gesinnungsgenossen des bisherigen Hausbesitzers gekommen war, hatte der mit der Zwangsräumung beauftragte Gerichtsvollzieher um polizeiliche Unterstützung gebeten, erklärte Polizeisprecher Dieter Popp. Beim Eintreffen der Beamten befanden sich im und am Haus rund 20 Reichsbürger, um die Zwangsräumung zu stören. Daraufhin seien weiterer Polizeikräfte, darunter der Leiter des Polizeireviers Villingen, Thomas Barth, hinzugezogen worden. Thomas Barth habe die Verhandlung mit dem Hausbesitzer übernommen und diesen schließlich dazu bewegen können, das Objekt zu räumen.
  • Widerstand und Beleidigungen: Da durch die Störung des Gerichtsvollziehers die Einleitung von Strafverfahren im Raum standen, versuchten die Polizeibeamten anschließend, die Personalien der Reichsbürger aufzunehmen, berichtete der Polizeisprecher. Bei dieser Identitätsfeststellungen kam es dann zur Auseinandersetzung Einzelner mit den eingesetzten Beamten, nachdem die aus verschiedenen, auch entfernten Landkreisen stammenden Personen ihre Personalien trotz entsprechender Aufforderungen nicht angeben wollten. Zur Identitätsfeststellung sollten diese nach ihren Ausweisen durchsucht werden. Dabei kam es laut Polizei zu einzelnen Widerstandshandlungen und Beleidigungen gegenüber den Beamten.
  • Polizei setzt Pfefferspray ein: Um die Situation unter Kontrolle zu bringen, musste gegen eine der Personen sogar Pfefferspray eingesetzt werden, so Dieter Popp. Bei der Auseinandersetzung wurden drei Polizeibeamte und einer der Reichsbürger leicht verletzt. In der Folge wurden mehrere Personen vorübergehend in Gewahrsam genommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen zu der Auseinandersetzung und den gegenüber den Beamten geleisteten Widerstandshandlungen sowie Beleidigungen dauern an. Die Zwangsräumung an sich sei letztlich durchgesetzt worden, erklärte Dieter Popp abschließend.