Hätte, könnte, wäre ... Der Konjunktiv war bei der Mitgliederversammlung des Musikvereins Mönchweiler am Freitagabend auf der Bühne der Alemannenhalle eine viel verwendete Sprachform.

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  • Absagen: Was hätte 2020 nicht alles stattfinden können? Die Hauptversammlung im März – am Vortag kurzfristig abgesagt, das Vatertagsfest auf dem Schulhof – abgesagt, das Weinfest – abgesagt, die Einführung des neuen Musikerstammtischs – auf unbestimmte Zeit verschoben, ein zweitägiger Vereinsausflug ins Allgäu – auf 2021 verschoben, etliche Auftritte, Konzerte und andere weitere Unternehmungen – abgesagt oder verschoben. Sogar eine vorgesehene Beitragserhöhung wurde ausgesetzt und auch der Beitragseinzug für die Instrumentalausbildung wurde zeitweise ausgesetzt, weil die Probenarbeit nicht möglich war.
Das wäre das Jahresprogramm des Musikvereins Mönchweiler gewesen. Statt dessen kann Vorsitzender Rolf Förnbacher diesmal nur auf eine gähnende Leere im Terminkalender verweisen. Bild: Cornelia Putschbach
Das wäre das Jahresprogramm des Musikvereins Mönchweiler gewesen. Statt dessen kann Vorsitzender Rolf Förnbacher diesmal nur auf eine gähnende Leere im Terminkalender verweisen. Bild: Cornelia Putschbach
  • Stillstand: 13 Wochen, von Mitte März bis Ende Juni, ging bei den Musikern gar nichts. „Alles das, was den Verein ausmacht, war auf einmal nicht mehr möglich“, resümierte Vorsitzender Rolf Förnbacher. Vieles ist noch immer sehr eingeschränkt oder gar nicht möglich. Der Rückblick auf das Jahr 2019 machte bei der Versammlung schmerzvoll deutlich, auf was im Moment pandemiebedingt verzichtet werden muss.
  • Rückblick auf 2019: 43 Proben und 19 Auftritte bewältigten die Musiker im vergangenen, mit etlichen Höhepunkten gespickten Jahr. Gleich zu Jahresbeginn spielten sie in der Tannheimer Nachsorgeklinik. Für die Musiker sei das eine „echte Herzensangelegenheit“, so Dirigent Thomas Riedlinger. Im Juni war der Musikverein Mönchweiler mit 32 Teilnehmern beim Partnerschaftstreffen der beiden Gemeinden in Chabeuil dabei. Der Vorspielnachmittag der Jugend erfreute Eltern und andere Besucher und das Lichterfest im Bürgerpark übertraf alle Erwartungen. Außerdem investierte der Verein einen mittleren vierstelligen Betrag in neue Uniformen für die mittlerweile 50 Aktiven. Einzig negativer Punkt der Berichte: Der Probenbesuch ging von 80 Prozent im Jahr 2018 im Vorjahr auf 75 Prozent zurück. Auf beachtliche 98 Prozent brachte es einzig Monika Huber.
Mit dem notwendigen Abstand verfolgen Mitglieder und Gäste die Hauptversammlung des Musikvereins Mönchweiler auf der Bühne der Alemannenhalle. Bild: Cornelia Putschbach
Mit dem notwendigen Abstand verfolgen Mitglieder und Gäste die Hauptversammlung des Musikvereins Mönchweiler auf der Bühne der Alemannenhalle. Bild: Cornelia Putschbach
  • Corona-Jahr: Doch unterkriegen wollen sich die Musiker nicht lassen. Viele Termine sind vorerst einfach auf 2021 verschoben. Dann, so hofft der derzeit insgesamt 196 Mitglieder zählende Verein, könne sich nach und nach wieder vieles normalisieren. Aktuell wird für das Weihnachtskonzert am vierten Adventssonntag geprobt, das als einen der Jahreshöhepunkte unbedingt stattfinden soll. Doch auch dabei wird auf jeden Fall vieles anders sein als sonst. So wird auf keinen Fall eine Gastkapelle mitwirken und auch die Frage der Bewirtung ist noch zu klären. Außerdem wird das Blasorchester beim am 11. Oktober in Mönchweiler stattfindenden Konfirmationsgottesdienst spielen. Dann werden auch Nadine, Dennis und Marc Dehring sowie Jonas Grieshaber mit von der Partie sein, die jetzt in die Hauptkapelle aufgenommen wurden.
  • Wahlen: Stellvertretender Vorsitzender bleibt Edgar Storz, Kassiererin bleibt Ute Wimmer. Jugendleiterin bleibt Sarah Flaig. Aktive Beisitzerin bleibt Bettina Fleig und Passiver Beisitzer ist weiterhin Bernd Schöneck.

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