Keine leichte Aufgabe hatte der Ortschaftsrat Göschweiler bei der Frage, ob er die gleich neun Projekte von Martin Friedrich befürworten soll. Zwar wollte man der Erweiterung des Reiterhofs in Stallegg keineswegs Steine in den Weg legen; aber der Umstand, dass ein Großteil der Bauanträge schon realisiert ist, stieß beim Ortschaftrat nicht gerade auf Gegenliebe. Ortschaftsrätin Tanja Raufer sagte: „Man kann doch nicht zuerst bauen und dann die Genehmigung einholen.“

Dies konnte Ortsvorsteher Manfred Furtwängler etwas konkretisieren. So sei ein Großteil schon vom Vorgänger Friedrichs ohne Genehmigung gebaut worden. Nun sei der neue Eigentümer aufgefordert worden, diese Antragsverfahren nachzuholen. So wurde dem Bauantrag letztlich nach reichlicher Diskussion bei einer Enthaltung befürwortet.

Kritik an den Lichtmasten

Das Projekt Stallegg hat nun einen Reitplatz mit sechs Lichtmasten, hier wäre der Ortschaftsrat gern früher mit einbezogen worden. Zum einen beim Belag, vor allem aber beim Licht selbst. Am Rande des Naturschutzgebietes hätte man entweder auf das Licht ganz verzichten müssen oder zumindest eine insektenfreundliche Lichtanlage verwenden sollen, so der Tenor des Ortschaftsrats.

Florierendes Feriendomizil

Insgesamt wurde über eine überbaute Fläche von 1400 Quadratmetern abgestimmt. Hierzu zählte auch ein größeres Gebäude mit Pferdestall, Futterlager, Kleintierstall und Geräteschuppen, dazu zwei Bienenhäuser und ein Hochsitz.

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2013 hatte Martin Friedrich im Hofgut Stallegg eine Wanderreitstation eröffnet, hinzu kamen Reiterferien mit einem florierenden Feriendomizil auch für Radfahrer und Wanderer. Früher seien in Stallegg zehn bis 15 Personen gewesen, heute kämen schon mal locker 50 Personen zusammen.

Magnus Winterhalder sieht hier die Problematik der Wasserversorgung. Bei fehlendem Niederschlag könnte auch der Nachbar vom Wasser abgeschnitten sein. Tanja Raufer regte an, ein Wasser-Gutachten zu fordern. Auf jeden Fall sei die Wasserfrage vom Besitzer zu klären, und er sei auch für eine notwendige Versorgung verantwortlich, nicht die Gemeinde.

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