Nicht erst seit Bundeskanzlerin Angela Merkel von den Firmen einen substanziellen Beitrag fordert, stellen sich Löffinger Firmen und die Stadt ihrer selbsternannten gesellschaftlichen Verpflichtung.

WST – Löffingen:

Mit 645 Mitarbeitern ist WST der größte Löffinger Arbeitgeber. Seit 22. März, so Personal- und Akademieleiter Nikola Skrabl, wird wöchentlich durch geschultes Personal, trotz der nicht unerheblichen Kosten, getest. Hierzu wurden sogar zusätzlich Mitarbeiter eingestellt. Bisher wurden drei Mitarbeiter positiv getestet. Sobald die Betriebsärzte für die Impfungen freigeschaltet werden, werde WST allen Mitarbeitern eine Impfung anbieten, so Skrabl. Bis dahin setzt man auf Maskenpflicht, Abstand halten, Homeoffice, versetzte Schichten, Kantine to go – dazu müssen alle Besucher einen Test absolvieren. Externe Dienstreisen werden nur bei absoluter Notwendigkeit durchgeführt, Schulungen und Meetings laufen digital.

ERO-Führungen, Unadingen:

Der 31-jährige Geschäftsführer Lukas Dieterle geht mit gutem Beispiel voran und stellt sich seit Anfang März den wöchentlich durchgeführten Tests. Die beiden Mitarbeiterinnen Sabrina Freytag und Bettina Duttlinger hatten sich einer Schulung unterzogen um immer dienstags die Teste vor Ort durchzuführen, welche alle 59 Mitarbeiter gerne annehmen. Gleichzeitig appelliert die Geschäftsleitung, sich donnerstags den Tests in der Unadinger Bürgerhalle zu stellen.“ Obwohl wir keinerlei Hilfen oder Kostenerstattungen erhalten, steht für uns die Gesundheit der Mitarbeiter an erster Stelle“, informiert Lukas Dieterle. Deshalb setze man auch die Impfung, die allerdings für einen Mittelständler bisher noch unbefriedigend sei, da Informationen fehlten. Man hoffe natürlich, durch die Arbeitsmedizin impfen lassen zu können. Bis dahin würden die üblichen Corona-Regeln gelten.

Cleveland – Löffingen:

Geschäftsführer Bernd Schwörer hatte schon seit geraumer Zeit den 20 Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben, sich in der Löffinger Apotheke testen zu lassen, seit Neustem werden diese Teste auch in der Firma angeboten. Nachteil könne sein, dass man sich in falscher Sicherheit wiege, da der Test nur den aktuellen Stand anzeige. Ansonsten würden die üblichen Regeln eingehalten, außerdem wärden die Büros zu Einzelarbeitsplätzen umfunktioniert worden. Glücklicherweise gab es bisher noch keinen Coronafall im Betrieb.

Föhrenbach Unadingen:

Geschäftsführerin Bianca Föhrenbach sieht einen großen Vorteil in der Impfung, gerade für Personen ohne die typischen Symptome. Nachteil seien allerdings positive Schnelltestergebnisse, die sich später bei einer PCR-Testung als negativ erwiesen. Dies führe zu großer Unruhe und Unsicherheit. Trotzdem sieht sie in diesen Schnelltesten viele Vorteile: „Wir favorisieren das Testangebot in der Bürgerhalle Unadingen mit dem Pflegezentrum Stühlingen.“ Sie hofft auf eine schnelle Einführung der Impfung durch die Betriebsärzte. Bis dahin setze man auf Maskenpflicht, Abstand, Lüften und Homeoffice.