Sein silbernes Priesterjubiläum feiert Erzabt Tutilo von Beuron in seiner Heimatgemeinde Löffingen am kommenden Sonntag, 26. Mai. Die Festpredigt wird sein Bruder Erzbischof Stephan Burger halten, der Festgottesdienst um 10 Uhr wird vom Kirchenchor feierlich mitgestaltet. Im Anschluss findet in der Kaplanei ein Stehempfang statt.

1965 wurde Heinz Burger in Löffingen geboren. Er wuchs zusammen mit seiner Schwester Pia und den Brüdern Udo und Stephan im Elternhaus von Willy und Elisabeth Burger auf, eine christlich-sozial engagierte Familie. Als Bub war er mit Bruder Bernhard aus Göschweiler bei einer Klosterführung mit dabei, von da an war für ihn das Klosterleben faszinierend. „So war es naheliegend, dass ich als Mönch auch noch Priester werde“, so der Erzabt.

Nach dem Studium in Salzburg und Rom führte ihn der Weg ins Priesterseminar nach St. Peter und anschließend zum Studium der Betriebswirtschaft in Ravensburg. 1986 trat Heinz Burger in die Benediktiner-Erzabtei St. Martin zu Beuron ein. Nach der Priesterweihe am 7. Mai 1994 wurde Tutilo von 1997 bis 2011 kaufmännischer Geschäftsführer, von 2001 bis 2011 zum Prior (Vertreter des Abtes), 2004 wurde er zum Novizenmeister ernannt, bevor er am 7. September 2011 zum elften Erzabt von Beuron gewählt und am 12. November geweiht wurde.

„Mein Alltag ist sehr abwechslungsreich, was die Tätigkeiten in der Arbeitszeit betrifft, hingegen sorgt der klösterliche Tagesablauf für eine gewisse Stetigkeit und bietet in der Regel einen beruhigenden Rhythmus“, so Erzabt Tutilo. Dass er dabei noch zahlreiche Ehrenämter begleitet, wie beispielsweise Vorsitzender im Wirtschaftsrat der Beuroner Benediktinerkongreation, Vorsitzender der Erzabtei-Beuron-Stiftung, Präsident des Stiftungsrates des Fondo accademico Engelberg/Schweiz, Mitglied im Orden der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem, Prior der Komturei Ravensburg oder Mitglied im Ordensrat der Erzdiözese Freiburg, ist für den Erzabt selbstverständlich.

Der Erzabt und der Erzbischof haben nicht nur in ihrer Heimatgemeinde Löffingen für manchen Bürger wieder den Weg zum Glauben geöffnet. Beide haben trotz ihres hohen Amtes den Draht zu den Menschen erhalten, so wundert es nicht, wenn Erzabt Tutilo erklärt „das Zufriedenstellendste ich für mich die Erfahrung, wenn im seelsorglichen Gespräch die Menschen wieder in Kontakt mit Gott kommen.“ Diese Verbundenheit zu den Menschen und zu Löffingen kann man in den Wappen des Erzbischofs und Erzabts erkennen. „In meinem Wappen habe ich versucht, mit Hilfe eines Heraldikers Bezüge zu Beuron, Löffingen und meinem Familiennamen herzustellen“, sagt Tutilo.