Der Wunsch nach einem Wohnmobilstellplatz rückt in Dittishausen nun in greifbare Nähe. Ortsvorsteher Helmut Wölfle hatte gleich sechs Vorschläge ausgearbeitet, die er in der Sitzung des Ortschaftsrats vorstellte. Warum brauchen wir überhaupt Wohnmobilstellplätze? Auf diese entschiedene Frage von Petra Vetter gab es gleich mehrere Antworten. Dittishausen als Ferienort müsse auch Wohnmobilisten ansprechen, die im Aufwind seien, so Annette Hilpert. Die Entscheidung sei nicht für oder gegen die Stellplätze, sondern „entweder wird es richtig gemacht oder gar nicht“ appellierte Änder Glod an seine Ratskollegen. Halbe Sachen brächten nichts. Nach einer konstruktiven Diskussion entschied sich der Rat mit fünf zu zwei Stimmen für das Gelände am Appartementhaus.

Das favorisierte Gelände hat viele Vorteile, vor allem die Infrastruktur direkt vor der Wohnmobil-Tür. Dies bedeute auch eine Unterstützung für das einzige Lebensmittelgeschäft Hilpert oder für die Gastronomie. „Die Camper wollen keine langen Wege gehen“, davon ist Annette Hilpert überzeugt. Ihre Ratskollegen ergänzten „auch das Hallenbad und die Sauna könnten durch die Wohnmobilisten benutzt werden“. Der Platz stünde das ganze Jahr über zur Verfügung.

Das Stadtbauamt ist nun gefordert, einen Entwurf über die geplanten sechs Stellplätze zu erstellen. Der eigentliche Stellplatz sollte befestigt sein, allerdings sollte auch eine Rasenfläche vorhanden sein.

Gleich zwei Vorschläge gab es für das Freibad Dittishausen, vor und innerhalb des Areals. Am Freibad hätte man acht Plätze errichten können und auch die Erreichbarkeit sprach dafür. Gegen diese Variante sprach vor allem die kurze Benutzerzeit. Um die Infrastruktur des Bades nutzen zu können, wäre die Nutzung nur auf die Badesaison begrenzt. Ludwig Olveira, Vorsitzender des Sportvereins, hätte sich für diese Lösung eine Schranke mit Chip vorstellen können. Das ausschlaggebende Argument hatte Karlheinz Rokoschoski: „Die Wasserleitungen liegen nicht sehr tief im Boden, sodass die Gefahr des Einfrierens im Winter sehr groß ist, falls das Wasser nicht wie bisher abgestellt wird“.

Die Variante am Klärhisli fand kein Interesse. Ins Kalkül wurde das Knöpfle-Areal gezogen, allerdings müsste hier das Gelände entsprechend befestigt und überarbeitet werden. Nicht anfreunden konnte sich der Ortschaftsrat, aber auch der Vorsitzende des Sportvereins mit einem Wohnmobilstellplatz am Sportplatz, obwohl hier Duschen im Clubhaus vorhanden sind. Gegen diese Variante sprach die Entfernung von über zwei Kilometer zum Ortskern. „Wer soll hier kontrollieren?“, war eine weitere Frage zu diesem Standort.