Das Baarstädtchen Löffingen ist stolz auf seine beiden herausragenden Persönlichkeiten im Dienste der Kirche: Erzbischof Stephan Burger und seinen Bruder Erzabt Tutilo. Im kommenden Jahr wird Erzabt Tutilo Burger, der Sohn von Willi und Elisabeth Burger, in Löffingen sein silbernes Priesterjubiläum feiern. Diese frohe Botschaft verkündete Dekan Eugen Dannenberger beim Kirchenchor, der den Festgottesdienst bereichern wird.

Das Haus Burger ist ein christliches und doch auch offenes Haus. Der Glaube gehört auf jeden Fall dazu. So war Vater Willi viele Jahre der "Musica sacra" treu, ebenso wie Schwester Pia und Bruder Udo. Die Liebe zu Gott, die Liebe zur Musik und die Liebe zu den Menschen zeichnet die Burgers aus.

Im Mai wird nun Erzabt Tutilo sein silbernes Priesterjubiläum in der Stadtkirche Löffingen feiern. Der 53-jährige Tutilo, geborener Heinz Burger, besuchte die Realschule in Löffingen und ging anschließend auf das Aufbaugymnasium nach Immenstadt. Nur vier Wochen nach seinem Abitur – so in der "Biographia Benedictina" zu lesen – trat er in die Erzabtei Beuron ein und legte 1988 seine Profess ab. Er studierte Theologie in Salzburg und Rom. Nach der Priesterweihe 1994 in Beuron war er mehrere Jahre Novizenmeister und studierte daneben Betriebswirtschaft an der Berufsakademie Ravensburg. 2001 wurde der Diplom-Betriebswirt Tutilo Prior. Am 7. September 2011 wurde er als erster Assistenzabt der Beuroner Kongregation zum elften Erzabt gewählt. 2015 wurde er von Kardinal-Großmeister O’Brien zum Großoffizier des Päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und am 10. Oktober 2015 im Mainzer Dom durch Bischof Heinrich Mussinghoff in die deutsche Statthalterei investiert.

Die Verbindung zu seinem Bruder Stephan ist sehr eng und so hoffen die Löffinger, dass der Erzbischof vielleicht beim Priesterjubiläum mit dabei sein kann. Erzabt Tutilo – der leidenschaftliche Orgelspieler – hat im Kloster Beuro seine Erfüllung gefunden.

Die Erzabtei St. Martin zu Beuron ist seit 1863 Benediktinerkloster und Stammkloster der Beuroner Kongregation. Im elften Jahrhundert war hier das Augustiner-Chorherrenstift Beuron. Die Erzabtei zählt heute nicht nur zu den größten Klöstern, sondern auch zu den wenigen, die keine Nachwuchssorgen haben.