Es dauert nicht mehr lange, dann entfaltet das Naturschutzgebiet Schopfeln-Rehletal wieder seine herrliche Pracht, in diesem Jahr etwas später als sonst.

In dem 173 Hektar großen Schutzgebiet, einem lichten Nadel-, insbesondere Kiefernwald, kann dann wieder ein vielfältiges, überregional bedeutsames Orchideenvorkommen bewundert werden.

Die vorbereitenden Schutz- und Pflegemaßnahmen für die kommende Saison sind größtenteils erledigt. Verantwortlich für das Gebiet ist die ForstBW, der größte Forstbetrieb des Landes.

Fokus liegt auf der Besucherlenkung

Die Betreuung des Staatswaldes und damit der Schutzflächen obliegt Forstrevierleiter Berthold Schellhammer, Leiter des Forstreviers Hegaualb. Zusammen mit seinem Team hat er sich insbesondere um Besucherlenkungsmaßnahmen gekümmert, bevor die Naturfreunde zur Blütezeit der geschützten Pflanzen nun bald wieder kommen.

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Zum Schutz der seltenen Flora ist es verboten, das Gebiet außerhalb von Wegen und angelegten Pfaden zu betreten, da Trittschäden das Wachstum der Pflanzen stören. Die Absperrungen entlang des beschilderten Lehrpfades wurden deshalb mit naturnahen Materialien erneuert.

Des Weiteren wurden neue Sitzmöglichkeiten geschaffen. Sobald die Pflanzen sprießen sollen diese noch einzeln mit beschrifteten Holztäfelchen gekennzeichnet werden.

Seltene Kostbarkeiten blühen entlang der Wege

Die Besucher können inmitten der prächtigen und zahlreichen bedrohten Pflanzenarten unvergessliche Eindrücke gewinnen. Ins Auge fällt nicht nur der Frauenschuh, oft als Königin der heimischen Orchideen bezeichnet, sondern auch Kostbarkeiten wie das Waldvögelein, der Gelbe Enzian, das Gefleckte Knabenkraut, Reckhölderle, Mücken-Händelwurz oder die Braunrote Stendelwurz, alle geschützt.

Als das Gebiet 1973 erstmals unter Schutz gestellt wurde, war es 67 Hektar groß. Durch Ankäufe weiterer Waldparzellen seitens des Landes konnte bis 2011 eine Ausdehnung auf 173 Hektar erreicht werden. Forstverwaltung, Naturschutz und freiwillige Helfer des Immendinger Schwarzwaldvereins tragen regelmäßig zum Erhalt des Gebietes bei.