Mehr Finanzzuweisungen, die höchste jemals erzielte Gewerbesteuer, Mehreinnahmen beim Gemeindewald und bei der Vergnügungssteuer – das Jahr 2019 erwies sich für Immendingen als finanziell erfolgreich und setzte eine bereits 2016 begonnene Entwicklung noch einmal fort. Bürgermeister Manuel Stärk bezeichnete das Ergebnis des vorletzten Jahres bei der Vorlage der Jahresrechnung im Gemeinderat als sehr erfreulich. Für die Gemeinde sei 2019 ein „kraftvolles Jahr“ gewesen.

Wie Kämmerer Patrik Müller erläuterte, betrug das Volumen des Verwaltungshaushalts 2019 19,2 Millionen Euro statt 18,1 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt hatte Einnahmen und Ausgaben von 1,3 Millionen Euro statt 3,6 Millionen Euro. Üppiger ausgefallen seien die Zuweisungen und Zuschüsse aus den externen Finanzzuweisungen, die um rund 219.300 Euro auf 1,5 Millionen Euro anstiegen, ebenso die Schlüsselzuweisungen, die mit einem Plus von 25.700 Euro insgesamt 4,1 Millionen Euro ausmachten. Bei der Gewerbesteuer erzielte die Gemeinde einen Rekord von 1.872.846 Euro.

Vergnügungssteuer verdreifacht sich

Deutlich höher waren außerdem im Vor-Corona-Jahr auch die Einnahmen aus der Vergnügungssteuer, die um 218.171 Euro auf den Betrag von 698.171 Euro anstiegen. Rund 46.000 Euro Minderausgaben entstanden bei den Personalkosten. Mehrausgaben wurden dagegen für die Unterhaltung von Bauten und Grundstücken notwendig (589.306 Euro) und Defizite gab es beim Abwasser (56.916 Euro) sowie den Bestattungsgebühren (124.088 Euro).

Gemeinde hat 1,26 Millionen Euro Schulden

Schließlich konnten aufgrund der guten Einnahmesituation statt der erwarteten 196.500 Euro tatsächlich 928.620 Euro vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt zugeführt werden. Damit war dort eine Eigenfinanzierung der Investitionsausgaben durch die Gemeinde möglich. Auf die Entnahme von 1,5 Millionen Euro aus der Rücklage wurde verzichtet, stattdessen wurden dem Sparstrumpf 2,4 Millionen Euro zugewiesen. Ende 2019 betrug der Schuldenstand der Gemeinde 1,26 Millionen Euro, rund 200 Euro pro Kopf.