Der Schaufensterbereich am Eingang der ehemaligen Bäckerei Gleichauf ist mit Spanplatten verstärkt, das Café ist geschlossen. Seit dem Tod von Bäckereimeister Friedebert Gleichauf im November 2018 wird gerätselt, wie es mit dem Gebäudekomplex auf der Ecke Käferstraße/Wasserstraße weitergeht.

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Steht ihm eine Entwicklung wie im Nachbarhaus bevor? Hier, zwischen Gleichauf und Elektro-Keller, verjüngt sich das Gebäude momentan in Richtung Büro- und Wohnraumnutzung.

Keine Komplettsanierung

Von einer Komplettsanierung dieser Art möchte Matthias Gleichauf bei seinem Elternhaus nichts wissen. „Ende nächsten Jahres oder eben erst 2022“ werde man einen Umbau in Angriff nehmen. Sehr wahrscheinlich werde das Erdgeschoss, das Laden und Café beherbergt, in Wohnraum umgewandelt.

Früher ein beliebter Treffpunkt: das Café Gleichauf.
Früher ein beliebter Treffpunkt: das Café Gleichauf. | Bild: Wursthorn, Jens

Bäcker und Friseure gebe es genügend in der Stadt. Sollte aber jemand mit einer guten Laden-Idee auf ihn zukommen, wäre das an diesem zentrumsnahen Standort eine Option.

Anbau wird abgerissen

Im Haus sind drei Wohnungen untergebracht. Die Wohnung unterm Dach sei bis auf die Fenster renoviert, bei den anderen müsse man schauen, wie deren Instandsetzung in die Erdgeschoss-Lösung passen würde. Veränderungen sind an der Wasserstraße geplant.

Neben dem Hauptgebäude Gleichauf soll durch den Abriss des Anbaus Platz für ein neues Gebäude entstehen.
Neben dem Hauptgebäude Gleichauf soll durch den Abriss des Anbaus Platz für ein neues Gebäude entstehen. | Bild: Wursthorn, Jens

Hier soll nur das Haus stehen bleiben. Der Anbau werde abgerissen, um Platz zu schaffen für einen Neubau. „Die Pläne liegen vor, aber es ist noch nicht klar, ob es die Familie oder ein Bauträger umsetzt“, so Gleichauf.

Zweimal zerstört innerhalb einer Generation

Das zuletzt Ende der 1960er Jahre um den Caféanbau erweiterte Gebäude ist der „Stammsitz“ der bekannten Donaueschinger Familie. Es wurde beim Stadtbrand 1908 und bei einem Bombenangriff im Februar 1945 binnen weniger Jahre zweimal zerstört und nach alten Plänen wieder aufgebaut.

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In sechster Generation hat Matthias Gleichauf den Bäckerberuf gelernt und eine Zeitlang ausgeübt, und ließ sich aus gesundheitlichen Gründen zum Maschinenbauer umschulen.

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Sein Vater Friedebert galt als Ur-Eschinger mit profundem Historischem Wissen und begeisterter Reiter. Fast 40 Jahre führte er hoch zu Ross als Zugmarschall den Umzug am Fastnachtssonntag an.

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