Verbunden mit den Einschränkungen der Corona-Verordnungen war vor allem sehr viel Ungewissheit. Wie lange muss der Abstand eingehalten werden? Wie lange werden die Geschäfte geschlossen bleiben, die Restaurants lediglich Lieferungen oder Abholungen anbieten können? Gemutmaßt wurde dabei schon in die Zukunft: Was wird aus den großen Veranstaltungen, den Festivals und Turnieren? Zumindest hier gibt es nun ein wenig mehr Klarheit.

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Kein Präsidentenbesuch

Definitiv ausfallen wird der angekündigte Besuch des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zum Regionalgespräch am 26. Juni. Die politische Vortragsreihe holt hochkarätige Redner in den Südwesten. Dabei Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen. Schon zuvor war ein Bundespräsident zu Besuch in Donaueschingen. 1997 war Roman Herzog als Besucher bei den Regionalgesprächen vor Ort. Zu viel reden hat er damals als reiner Gast allerdings nicht wollen. Vom damaligen Stadtoberhaupt Bernhard Everke das Mikrofon vorgehalten äußerte er sich lediglich kurz: „Ich möchte nur sagen, dass ich nichts sagen möchte.“

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Mit der Teilnahme des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier als Hauptredner beim diesjährigen Regionalgespräch hätte die Veranstaltungsreihe mit höchstem Glanz fortgeführt werden können. „Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen gesundheitlichen Gefährdung, sowohl der Gäste als auch der Donaueschinger Bürger insgesamt, sieht sich die Stadt jedoch dazu gezwungen, das Regionalgespräch abzusagen“, heißt es aus dem Rathaus.

Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit

Gespräche in diese Richtung habe man bereits vor den Osterfeiertagen geführt. „Diese Entscheidung haben wir schweren Herzens getroffen. Insbesondere deshalb, da die Teilnahme des Bundespräsidenten eine ganz besondere Ehre für die Stadt und die Donaueschinger Bürgerschaft gewesen wäre“, sagt Oberbürgermeister Erik Pauly. Er ergänzt: „Im Bewusstsein um unsere Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit war die Absage jedoch unumgänglich.“

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Nachholtermin

Die zuvor getätigte Zusage wolle man nun nutzen, um den Bundespräsidenten in Zukunft doch noch in die Stadt zu bekommen: „Nun werden wir alles daransetzen, das Regionalgespräch mit dem Bundespräsidenten als Ehrengast im Jahr 2021 oder auch im Jahr 2022 nachholen zu können“, sagt Pauly.

Fragezeichen beim Reitturnier

Wie genau die Auflagen rund um Großveranstaltungen aussehen, wird die baden-württembergische Landesregierung erst noch beschließen müssen. Entsprechend herrscht auch noch Unklarheit beim 64. S. D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturnier vom 13. bis 16. August. „Eine abschließende Aussage hinsichtlich eines Veranstaltungsverbots für das diesjährige S. D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturnier lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht treffen“, erklärt Rathaussprecherin Beatrix. Erst wenn die konkreten Regelungen über die Landesverordnung fixiert seien, lasse sich nach diesem Maßstab beurteilen, ob und wenn ja unter welchen Auflagen einzelne Bereiche des Reitturniers durchführbar wären oder die Veranstaltung in ihrer Gesamtheit untersagt werden müsse.

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„Die Stadt Donaueschingen ist nicht Veranstalter des Reitturniers. Entsprechend der Vorgaben der Landesverordnung wird dann gemeinsam mit dem Veranstalter nach einer Lösung gesucht werden“, so Grüninger weiter.

Das große Donaueschinger Reitturnier ist ein Publikumsmagnet. Besonders die Gespannfahrten mit Brigachdurchquerung locken die Zuschauer. Ob und wie das Turnier 2020 stattfinden kann, steht noch nicht fest.
Das große Donaueschinger Reitturnier ist ein Publikumsmagnet. Besonders die Gespannfahrten mit Brigachdurchquerung locken die Zuschauer. Ob und wie das Turnier 2020 stattfinden kann, steht noch nicht fest. | Bild: Roger Müller

Allerdings habe die Reitturnier GmbH die organisatorischen Planungen zum Festumzug aufgrund der Ungewissheit bis auf Weiteres eingestellt.

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