Großes Hallo von zahlreichen Besuchern auf dem Stehwall beim Anton-Mall-Stadion vor dem neuen Schmückstück des SSC Donaueschingen. Ja, richtig gelesen: Stehwall, Anton-Mall-Stadion. Die Schellenberger haben ihren neuen Kunstrasenplatz am Haberfeld eingeweiht. Wie kommt's? Der SSC Donaueschingen mit einer Jugendquote von 60 Prozent – respektive 285 Nachwuchskicker – stieß schon lange an die Kapazitäten des eigenen Rasenplatzes am Schellenberg. Dann zunächst der glückliche Umstand der Kunstrasenplatz Nutzung des havarierten FV Donaueschingen.

Im Mai letzten Jahres jedoch ließ ein Schreiben der Stadt bei den Verantwortlichen den Atem stocken. "Wir bekamen die Information, dass der Kunstrasenplatz, der inzwischen in die Jahre gekommen ist, aus Sicherheitsgründen, sprich Verletzungsgefahr, gesperrt werden müsse", so Jugendkoordinator Markus Böll, der Vorsitzenden Frank Jarsumbek vertrat, der – wie könnte es anders sein – bei der Fußball-WM in Russland weilt.

Die Schützen beim Promi-Neun-Meter-Schießen (von links): Bürgermeister Bernhard Kaiser mit Enkel Moritz, CDU-Stadtverbandsvorsitzender Martin Lienhard , GUB-Gemeinderätin Alexandra Riedmaier, FDP-Gemeinderat Jürgen Erndle, Marion Baur-Becker von Baur-Offset und Dominic Meier, Torwart der A-Junioren.
Die Schützen beim Promi-Neun-Meter-Schießen (von links): Bürgermeister Bernhard Kaiser mit Enkel Moritz, CDU-Stadtverbandsvorsitzender Martin Lienhard , GUB-Gemeinderätin Alexandra Riedmaier, FDP-Gemeinderat Jürgen Erndle, Marion Baur-Becker von Baur-Offset und Dominic Meier, Torwart der A-Junioren.

Nun war guter Rat teuer. Es wurden schnell das Gespräch mit der Stadt gesucht und schon zwei Monate später gab es im Gemeinderat eine Zusage über einen Zuschuss von 100.000 Euro, man beantragte erfolgreich eine Förderung des badischen Sportbundes über 75.000 Euro, mit Sponsorengeldern und Eigenkapital konnte der Rest dann gestemmt werden. Im November war der neue Kunstrasen dann schon fast bespielbar, im Frühjahr schloss der Verein die letzten Arbeiten in Eigenregie ab.

Bürgermeister Bernhard Kaiser und einige Stadträte ließen es sich ebenfalls nicht nehmen, an der Einweihung teilzunehmen. "Das was der SSC Donaueschingen hier leistet, ist Jugendarbeit im besten Sinne", so der Bürgermeister. "Solch eine Jugendarbeit mit finanziellen Mitteln zu unterstützen, ist bestens angelegtes Geld." Einem echten Härtetest wurde der Kunstrasen dann auch sogleich am vergangenen Wochenende unterzogen, parallel im Anton-Mall-Stadion und auf dem Kunstrasen fand ein Jugendturnier mit 130 Mannschaften und rund 1000 Jungkickern statt.

Gratulieren zum neuen Schmuckstück des SSC Donaueschingen: Susanne Engesser vom FC Wolterdingen (Bildmitte), Jugendleiter vom FC Pfohren Günter Hösel (rechts). Ganz links Jugendkoordinator vom SSC Donaueschingen Markus Böll, der auch durch den Abend moderierte. Bild: Roger Müller
Gratulieren zum neuen Schmuckstück des SSC Donaueschingen: Susanne Engesser vom FC Wolterdingen (Bildmitte), Jugendleiter vom FC Pfohren Günter Hösel (rechts). Ganz links Jugendkoordinator vom SSC Donaueschingen Markus Böll, der auch durch den Abend moderierte. Bild: Roger Müller

Dann aber war Zeit zum Anstoßen, auch die berühmte "Stadionwurst" gab es vom Grill. Einige Gönner, Sponsoren und auch Bürgermeister Bernhard Kaiser durften dann auch einmal auf dem Kunstrasen das runde Leder treten – beim Neun-Meter-Schießen. Mit ein Höhepunkt war dann noch die Verleihung des Bezirkspokal für die C-Junioren der SG Donaueschingen/Wolterdingen/Pfohren, dies wurde vom Bezirksjugendwart Armin Bader vor großem Volk vorgenommen. Mit dem Pokalgewinn qualifizierten sich die C-Junioren gleichzeitig für den Verbandspokal in der nächsten Runde.

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