Dies war das Ergebnis des Votums der 38 anwesenden Mitglieder bei der jüngsten außerordentlichen Generalversammlung am Freitagabend im Clubheim, deren Tagesordnung sich ausschließlich um diese Maßnahme drehte. Vorsitzender Frank Jarsumbek warf noch einmal einen Blick zurück auf die Entwicklung und auf die erfolgreichen Verhandlungen mit der Stadtverwaltung. Bedingt durch die derzeitige Unbespielbarkeit des Kunstrasenplatzes, den Wegfall des FV als Nutzer und vor allem den Bedarf an Trainingsgelände für die rasant angestiegene Anzahl an Jugendmannschaften beim SSC, ergriff der SSC gerne die Chance auf die kostengünstige Anschaffung eines Kunstrasenplatzes.

Aber nicht alle sind glücklich über die sich anbahnende Lösung. So befürchtete beispielsweise Wolfgang Böhringer in der regen Diskussion eine Entfremdung vom heimischen SSC-Sportgelände durch vermehrten Spiel- und Trainingsbetrieb im Haberfeld, denn "die Heimat des SSC ist der Schellenberg und sollte es auch bleiben". Hier habe die Vorstandschaft sich zu bedingungslos den Vorstellungen der städtischen Verhandlungspartner angeschlossen und zu wenig intensiv um einen zweiten Platz auf dem Schellenberg-Sportgelände gekämpft.

CDU-Stadtverbandschef Martin Lienhard allerdings bekräftige die Marschroute der Vorstandschaft, da eine Erweiterung auf dem Schellenberg keine Chance gehabt hätte und zudem ein entsprechendes Genehmigungsverfahren fünf bis zehn Jahre beanspruchen würde, von der finanziellen Mehrbelastung einmal abgesehen.

Dieser Meinung schlossen sich auch schnell die Mitglieder an, als es um die Finanzierung der Sanierung und der daraus resultierenden laufenden Kosten ging. Gerne nahmen denn auch die Spieler eine vom Vorstand vorgeschlagene moderate Beitragserhöhung zu Gunsten besserer Trainingsmöglichkeiten in Kauf und stimmen dieser einstimmig zu. Inklusiv eines Kunstrasenzuschlags wurden die Mitgliedsbeiträge für Aktive ab 18 Jahren auf jährlich 80 Euro, für G/F/E-Junioren auf 60 Euro, für Junioren von der D- bis zur A-Jugend auf 88 Euro und neu für AH-Mitglieder auf 60 Euro festgelegt. Der Familienjahresbeitrag beläuft sich auf 136 Euro, der Beitrag für passive Mitglieder bleibt bei 40 Euro.

Vor allem Jugendkoordinator Markus Böll zeigte sich dankbar für die Bemühungen des Vorstandes, um eine wesentliche Verbesserung der Infrastruktur, aber auch für die wohlwollende Gunst des Gemeinderats, dessen Bewilligung für den Zuschuss von 100 000 Euro dem SSC diese Chance erst ermöglicht habe.