Drei Tage lang ehrenamtlich für andere arbeiten, darum geht es bei der Aktion „Uns schickt der Himmel“ des Bund Deutscher Katholischer Jugend (BDKJ). Laut den Veranstaltern werden sich bundesweit rund 80 000 junge Menschen in mehr als 3300 Aktionsgruppen daran beteiligen. Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey, und Kardinal Reinhard Marx haben die Schirmherrschaft der Aktion für ganz Deutschland übernommen. Aus dem Städtedreieck beteiligen sich fünf Gruppen mit rund 170 Kindern und Jugendlichen.

Die Donaueschinger Ministranten planen ihr Projekt vor dem Marienhaus.
Die Donaueschinger Ministranten planen ihr Projekt vor dem Marienhaus. | Bild: Ferdinand Harich

Für die Kinder und Jugendlichen aus Behla und ihren Eltern begann heute Morgen das große Schaffen im Rahmen der 72 Stunden Aktion der BDKJ. Gestern erhielten sie beim Startschuss in Bräunlingen ganz offiziell ihren Auftrag. Der lautet: Renovierung der Florianshütte. Dazu gehören, den Grill zu verbessern und das gesamte Gelände optisch wieder aufzuhübschen. Am Freitagmorgen um 8 Uhr ging es dann los. Die Organisatoren Beate Buhl und Heike Bogenschütz begrüßten alle Anwesenden. Zahlreiche Väter und auch Mütter lassen in diesem Tagen ihre eigene Arbeit liegen und unterstützen ihre Kinder bei dieser Aktion zum Gemeinwohl. Am Sonntag um 17.07 Uhr ist die feierliche Inbetriebnahme mit Grillwurst und Getränken. Die Bevölkerung ist dazu eingeladen.

Kies, Hackschnitzel und Sand braucht die Wohngruppe Johannes für den Sinnespfad.
Kies, Hackschnitzel und Sand braucht die Wohngruppe Johannes für den Sinnespfad. | Bild: Ferdinand Harich

Um Punkt 7 Uhr begann das große Werkeln in Bräunlingen. Am Bolzplatz entsteht eine neue Grillstelle mit Sitzgelegenheiten. Bevor die Bräunlinger Ministranten loslegten, wurden die nächsten 72 Stunden am Donnerstagabend bei einem Grillfest geplant. Um die Teiche zwischen dem alten Hallenbad und der Stadthalle muss sich auch noch gekümmert werden. Die Schüler unter den Ministranten bekamen am Freitag schulfrei. Die arbeitende Bevölkerung traf gegen Nachmittag ein. Am Sonntag wird ein Abschlussfest organisiert.

Erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen: Die Dögginger Ministranten legen eine Verschnaufpause ein. Mit einem Stück Pizza stärken sie sich für den restlichen Tag. Bilder: Ferdinand Harich (4), Privat (1)
Erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen: Die Dögginger Ministranten legen eine Verschnaufpause ein. Mit einem Stück Pizza stärken sie sich für den restlichen Tag. Bilder: Ferdinand Harich (4), Privat (1) | Bild: Ferdinand Harich

Die Ministranten aus Döggingen wurden mit ihrem Projekt „Döggingen blüht auf“ am Donnerstag überrascht. Gestern wurden die verschiedenen Aspekte ihrer Aufgabe durchgesprochen. Der neue Wanderweg war als erstes an der Reihe. Mit der Hilfe eines Traktors legten die Minis den Weg mit frischen Hackschnitzeln aus. Weitere Materialien spendeten die Dögginger Einwohner. Auch ein Blumenbeet wurde bereits gepflanzt. Sonntagabend wird die Aktion mit einem Fest abgeschlossen.

Eine neue Grillstelle soll am Bräunlinger Bolzplatz entstehen. Die örtlichen Ministranten graben dafür eine Grube zum Feuer machen.
Eine neue Grillstelle soll am Bräunlinger Bolzplatz entstehen. Die örtlichen Ministranten graben dafür eine Grube zum Feuer machen. | Bild: Ferdinand Harich

Am heutigen Samstag, 10 Uhr, geht es für die Schüler der Wohngruppe Johannes aus Mariahof los. Am Freitag besorgte die Schule die Materialien für das Projekt der Jungengruppe, den Pfad der Sinne. Bevor der Barfußpfad gebaut werden kann, musste ein Waldstück hinter der Schule von Moos und Ästen befreit werden. Riech- und Fühlkästen werden auch daneben aufgestellt. Der ursprünglich geplante Hochseilgarten konnte leider nicht umgesetzt werden. Die Bäume des Schulwaldes sind dafür zu instabil.

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Die Kinder und Jugendlichen der Donaueschinger Ministranten frühstückten am Freitagmorgen gemeinsam mit den Förderschülern der Karl-Wacker-Schule. Danach webten die Minis und die Schüler zusammen neue Muster für den Schulzaun. Selbst gebaute Musikinstrumente wurden im Schulgarten aufgestellt. Nun müssen die Minis noch Holzfiguren schnitzen. Das Projekts wird am Sonntag mit den Förderschülern zusammen gefeiert.